Häu­fi­ge Fra­gen zur Bera­tung

Wann soll­ten wir bei Kin­der­wunsch ärzt­li­chen Rat ein­ho­len?

Als Richt­wert gilt: Sind Sie jün­ger als 35 Jah­re und hat sich trotz regel­mä­ßi­gem, unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehr nach zwölf Mona­ten kei­ne Schwan­ger­schaft ein­ge­stellt, ist eine medi­zi­ni­sche Abklä­rung emp­feh­lens­wert. Ab 35 soll­ten Sie die­sen Schritt bereits nach etwa sechs Mona­ten gehen, da die Frucht­bar­keit mit dem Alter nach­lässt. Bei Frau­en über 40 kann eine sofor­ti­ge Abklä­rung – oder eine Bera­tung schon zu Beginn des Kin­der­wun­sches – sinn­voll sein, weil Zeit in die­ser Lebens­pha­se ein ent­schei­den­der Fak­tor ist.

Unab­hän­gig vom Alter lohnt sich ein frü­he­rer Ter­min, wenn der Zyklus unre­gel­mä­ßig ist oder aus­bleibt, star­ke Regel­schmer­zen auf­tre­ten, eine Endo­me­trio­se oder ein PCOS bekannt ist, Ver­än­de­run­gen an Gebär­mut­ter oder Eilei­tern vor­lie­gen, Hin­wei­se auf eine ein­ge­schränk­te männ­li­che Frucht­bar­keit bestehen oder es wie­der­holt zu Fehl­ge­bur­ten gekom­men ist. Grund­sätz­lich soll­ten bei­de Part­ner unter­sucht wer­den.

Wie läuft das Erst­ge­spräch bei uns ab?

Im ers­ten Ter­min möch­ten wir ver­ste­hen, wo Sie medi­zi­nisch und per­sön­lich ste­hen. Unse­re Kin­der­wunsch­ärz­tin­nen neh­men sich viel Zeit für Ihre Vor­ge­schich­te, Ihren Zyklus, bis­he­ri­ge Erfah­run­gen und Ihre Fra­gen und ord­nen vor­han­de­ne Befun­de ein. Danach folgt eine Ultra­schall­un­ter­su­chung, und wir pla­nen gemein­sam die wei­te­re Dia­gnos­tik – etwa Hor­mon­tests, Zyklus­mo­ni­to­ring, Eilei­ter­dia­gnos­tik oder ein Sper­mio­gramm.

Dabei erklä­ren wir offen, was wir emp­feh­len und war­um. So las­sen sich mög­li­che Ursa­chen zügig ein­gren­zen und die nächs­ten Schrit­te indi­vi­du­ell fest­le­gen.

Was brau­che ich für das Erst­ge­spräch und muss ich mich vor­her für eine Behand­lung ent­schie­den haben?

Eine Ent­schei­dung ist vor­ab nicht nötig. Gera­de wenn Sie noch unsi­cher sind, gibt Ihnen das Gespräch Ori­en­tie­rung: Wir klä­ren Ihre Fra­gen und geben Ihnen eine fun­dier­te medi­zi­ni­sche Ein­schät­zung, auf deren Basis Sie in Ruhe wei­ter­pla­nen kön­nen.

Nach der Ter­min­bu­chung erhal­ten Sie einen aus­führ­li­chen Ana­mne­se­bo­gen, damit wir uns gezielt vor­be­rei­ten kön­nen. Eine Dia­gnos­tik im Vor­feld ist nicht erfor­der­lich. Vor­han­de­ne Befun­de, Labor­wer­te oder Unter­la­gen frü­he­rer Behand­lun­gen kön­nen Sie uns gern vor­ab schi­cken oder zum Ter­min mit­brin­gen.

Kann das Erst­ge­spräch auch per Video statt­fin­den?

Ja. Neben der per­sön­li­chen Bera­tung in unse­rem Pri­vat­zen­trum in Mün­chen bie­ten wir eine Video­sprech­stun­de an. Sie läuft ver­trau­lich und ver­schlüs­selt über ein zer­ti­fi­zier­tes Sys­tem und dau­ert etwa eine Stun­de. Die nöti­gen Unter­la­gen erhal­ten Sie vor­ab per E‑Mail, fül­len sie online aus und sen­den sie an uns zurück.

Die Video­sprech­stun­de deckt alle Aspek­te der Kin­der­wunsch­be­ra­tung ab – für Paa­re, allein­ste­hen­de Frau­en, les­bi­sche Paa­re und Pati­en­tin­nen, die sich über Social Free­zing infor­mie­ren möch­ten.

Wel­che Unter­su­chun­gen gehö­ren zur Kin­der­wunsch­dia­gnos­tik?

Üblich sind eine Hor­mon­ana­ly­se – ins­be­son­de­re mit dem AMH-Wert zur Ein­schät­zung der Eizell­re­ser­ve –, ein Ultra­schall von Eier­stö­cken und Gebär­mut­ter, eine Zyklus­dia­gnos­tik zur Beur­tei­lung der Fol­li­kel sowie eine Prü­fung der Eilei­ter­durch­gän­gig­keit. Beim Part­ner gehört ein Sper­mio­gramm dazu, bei Bedarf ergänzt durch eine erwei­ter­te Sper­mi­en­dia­gnos­tik.

Je nach Situa­ti­on kön­nen spe­zia­li­sier­te Tests hin­zu­kom­men, etwa Ana­ly­sen der Gebär­mut­ter­schleim­haut oder immu­no­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen nach wie­der­hol­ten Fehl­ge­bur­ten.

Wor­an kann es lie­gen, wenn sich der Kin­der­wunsch nicht erfüllt?

Die Grün­de kön­nen bei der Frau, beim Mann oder bei bei­den lie­gen – nicht sel­ten wir­ken meh­re­re Fak­to­ren zusam­men. Bei Frau­en ste­hen Stö­run­gen der Eizell­rei­fung oder des Eisprungs, Endo­me­trio­se, Ver­än­de­run­gen an Eilei­tern oder Gebär­mut­ter, alters­be­dingt nach­las­sen­de Eizell­qua­li­tät sowie hor­mo­nel­le Erkran­kun­gen wie PCOS, Schild­drü­sen­funk­ti­ons­stö­run­gen oder ein erhöh­ter Pro­lak­tin­spie­gel im Vor­der­grund.

Bei Män­nern geht es vor allem um Sper­mi­en­pro­duk­ti­on und ‑qua­li­tät, dane­ben um Vari­ko­zelen, Hoden­er­kran­kun­gen, gene­ti­sche Ver­än­de­run­gen, Infek­tio­nen, Stö­run­gen des Sper­mi­en­trans­ports oder bestimm­te Medi­ka­men­te. Bei einem Teil der Paa­re fin­det sich trotz gründ­li­cher Unter­su­chung zunächst kei­ne ein­deu­ti­ge Ursa­che (idio­pa­thi­sche Infer­ti­li­tät) – was nicht heißt, dass es kei­ne gibt.

Soll­te sich auch mein Part­ner unter­su­chen las­sen?

Ja. Männ­li­che Fak­to­ren spie­len eine eben­so gro­ße Rol­le: Bei etwa der Hälf­te der betrof­fe­nen Paa­re fin­det sich eine männ­li­che Ursa­che oder Mit­ur­sa­che. Eine ein­ge­schränk­te Frucht­bar­keit bleibt beim Mann oft lan­ge unbe­merkt und lässt sich erst über ein Sper­mio­gramm fest­stel­len.

Des­halb soll­ten Frau und Mann mög­lichst von Anfang an gemein­sam unter­sucht wer­den. Vie­le Män­ner las­sen ihre Frucht­bar­keit auch schon vor oder zu Beginn der Kin­der­wunsch­zeit prü­fen – das Sper­mio­gramm ist eine unkom­pli­zier­te Unter­su­chung und lie­fert früh eine ers­te Ein­schät­zung.

Behan­deln Sie auch Sin­gle-Frau­en und les­bi­sche Paa­re?

Ja. Neben hete­ro­se­xu­el­len Paa­ren beglei­ten wir vie­le allein­ste­hen­de Frau­en und Frau­en­paa­re auf dem Weg zum Wunsch­kind — mit­hil­fe von Spen­der­sa­men. Oft begin­nen wir mit einer Inse­mi­na­ti­on; je nach Alter und medi­zi­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen kann aber auch eine IVF oder ICSI von Anfang an der sinn­vol­le­re Weg sein.

Im Erst­ge­spräch bespre­chen wir die medi­zi­ni­schen, recht­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Schrit­te – von der Aus­wahl einer Samen­bank bis zur Pla­nung der Behand­lung.

Kann ich für eine Zweit­mei­nung zu Ihnen kom­men?

Ja. Vie­le Pati­en­tin­nen und Paa­re las­sen bei uns bestehen­de Befun­de, bis­he­ri­ge Behand­lun­gen oder einen vor­ge­schla­ge­nen The­ra­pie­plan ein­ord­nen – etwa wenn Fra­gen offen sind, meh­re­re Behand­lun­gen hin­ter ihnen lie­gen oder eine wich­ti­ge Ent­schei­dung ansteht. Wir sich­ten Ihre Unter­la­gen, bewer­ten den bis­he­ri­gen Ver­lauf und bespre­chen, ob der Weg wei­ter­hin sinn­voll ist oder wel­che Alter­na­ti­ven es gibt.

Hilf­reich sind mög­lichst alle Labor­be­fun­de, Arzt­brie­fe, Sti­mu­la­ti­ons­plä­ne und nach IVF/ICSI die Embryo­lo­gie­be­rich­te – am bes­ten schon vor dem Ter­min. Ein Kli­nik­wech­sel ist nicht ver­pflich­tend: Ob Sie Ihren bis­he­ri­gen Weg fort­set­zen oder die Behand­lung bei uns wei­ter­füh­ren, ent­schei­den Sie in Ruhe.

Es klappt beim zwei­ten Kind nicht, soll­ten wir uns unter­su­chen las­sen?

Wenn nach einer bereits ein­ge­tre­te­nen Schwan­ger­schaft über min­des­tens zwölf Mona­te (ab 35: sechs Mona­te) kei­ne wei­te­re zustan­de kommt, spricht man von sekun­dä­rer Ste­ri­li­tät. Das betrifft Schät­zun­gen zufol­ge etwa jedes zehn­te Paar mit Kin­der­wunsch.

Seit der ers­ten Schwan­ger­schaft kön­nen sich Eizell­re­ser­ve, Zyklus, Hor­mon­la­ge, Gebär­mut­ter oder Eilei­ter ver­än­dert haben; sel­ten erschwe­ren nach einem Kai­ser­schnitt Ver­wach­sun­gen oder ein Nischen­de­fekt der Nar­be die Ein­nis­tung. Auch die Sper­mi­en­qua­li­tät des Part­ners kann sich unbe­merkt ver­än­dern. Eine geziel­te Dia­gnos­tik kann daher zei­gen, ob eine Behand­lung nötig ist – oft genügt es, die zugrun­de lie­gen­de Ursa­che zu behan­deln.

Wann ist nach einer Fehl­ge­burt eine wei­ter­füh­ren­de Abklä­rung sinn­voll?

Eine Fehl­ge­burt ist eine gro­ße Belas­tung. Die gute Nach­richt: Nach einer ein­zel­nen Fehl­ge­burt ste­hen die Chan­cen für die nächs­te Schwan­ger­schaft wei­ter­hin sehr gut; häu­figs­te Ursa­che frü­her Fehl­ge­bur­ten sind zufäl­li­ge chro­mo­so­ma­le Ver­än­de­run­gen des Embry­os. Eine wei­ter­füh­ren­de Dia­gnos­tik ist vor allem nach wie­der­hol­ten Fehl­ge­bur­ten sinn­voll oder wenn zusätz­li­che Risi­ko­fak­to­ren oder Vor­er­kran­kun­gen bestehen.

Mög­li­che Ursa­chen sind dann etwa Ver­än­de­run­gen der Gebär­mut­ter, hor­mo­nel­le oder meta­bo­li­sche Erkran­kun­gen, Gerin­nungs- und Auto­im­mun­stö­run­gen wie das Anti­phos­pho­li­pid-Syn­drom, sel­te­ner gene­ti­sche Fak­to­ren der Eltern oder eine erhöh­te DNA-Frag­men­ta­ti­on der Sper­mi­en. Wel­che Unter­su­chun­gen nötig sind, klä­ren wir im per­sön­li­chen Gespräch.

Beratungsgespräch mit Dr. med. Corinna Mann im Kinderwunschzentrum in München zur Kinderwunschbehandlung.

Häu­fi­ge Fra­gen zu dia­gnos­ti­schen Ver­fah­ren & Behand­lun­gen

Wel­che Behand­lung ist bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch sinn­voll?

Das ent­schei­den wir immer auf Grund­la­ge Ihrer Befun­de. Nicht jede Frau oder jedes Paar braucht eine künst­li­che Befruch­tung: Häu­fig genügt es, die zugrun­de lie­gen­de Ursa­che gezielt zu behan­deln oder den Zyklus zu opti­mie­ren. Je nach Befund kom­men vor allem die­se Mög­lich­kei­ten infra­ge:

  • Zyklus­mo­ni­to­ring bzw. VZO („Ver­kehr zum Opti­mum“): Mit Ultra­schall und Hor­mon­wer­ten bestim­men wir Ihre frucht­ba­ren Tage mög­lichst genau.
  • Hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on: Sie unter­stützt die Eizell­rei­fung und den Eisprung, zum Bei­spiel bei hor­mo­nel­len Auf­fäl­lig­kei­ten.
  • Inse­mi­na­ti­on (IUI): Sie ist sinn­voll, wenn die Eilei­ter frei sind und die Samen­qua­li­tät höchs­tens leicht ein­ge­schränkt ist.
  • IVF oder ICSI: Sie kom­men infra­ge bei ver­schlos­se­nen Eilei­tern, deut­lich ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät oder wenn frü­he­re Behand­lun­gen nicht erfolg­reich waren.

Wel­cher Weg für Sie am bes­ten geeig­net ist, bespre­chen wir nach der Dia­gnos­tik gemein­sam mit Ihnen.

Was sagt der Frucht­bar­keits­test aus und kann er vor­her­sa­gen, ob ich schwan­ger wer­de?

Kein ein­zel­ner Blut­wert und kei­ne Unter­su­chung kann zuver­läs­sig vor­her­sa­gen, ob oder wann Sie schwan­ger wer­den. Der Frucht­bar­keits­test lie­fert aber wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen: wie Ihre Eizell­re­ser­ve im Ver­hält­nis zu Ihrem Alter ein­zu­ord­nen ist, ob es Hin­wei­se auf eine unge­wöhn­lich nied­ri­ge Reser­ve oder hor­mo­nel­le Auf­fäl­lig­kei­ten (etwa bei PCOS oder Schild­drü­sen­stö­run­gen) gibt und ob wei­te­re Unter­su­chun­gen sinn­voll sind.

Der AMH-Wert zeigt die Grö­ße des Eizell­vor­rats, nicht die Qua­li­tät der Eizel­len – dafür ist vor allem das Alter ent­schei­dend. Ein nied­ri­ger Wert schließt eine natür­li­che Schwan­ger­schaft nicht auto­ma­tisch aus. Auf­fäl­li­ge Ergeb­nis­se prüft eine unse­rer Ärz­tin­nen, bevor Sie Ihren Befund erhal­ten; bei deut­li­chen Abwei­chun­gen mel­den wir uns per­sön­lich bei Ihnen.

Wie läuft der Frucht­bar­keits­test ab?

Sie haben die Wahl: Beim Test für zu Hau­se gewin­nen Sie die Blut­pro­be mit einem klei­nen Fin­ger­pieks und schi­cken sie ein, alter­na­tiv neh­men wir das Blut in unse­rem Zen­trum ab. In bei­den Fäl­len ana­ly­sie­ren wir sie­ben Hor­mon­wer­te in unse­rem Labor – AMH sowie FSH, LH, Est­ra­di­ol, Pro­lak­tin, Tes­to­ste­ron und TSH – und eine Kin­der­wunsch­ärz­tin wer­tet sie indi­vi­du­ell aus.

Da FSH, LH und Est­ra­di­ol vom Zyklus abhän­gen, soll­te die Blut­ent­nah­me zwi­schen dem 1. und 5. Zyklus­tag erfol­gen. Der rei­ne AMH-Basis-Check ist an jedem Zyklus­tag mög­lich. Anders als Ovu­la­ti­ons­tests aus der Dro­ge­rie, die nur den LH-Anstieg mes­sen, gibt der Test einen Über­blick über Eizell­re­ser­ve und Hor­mon­la­ge.

Wie berei­tet sich der Mann auf ein Sper­mio­gramm vor?

Beach­ten Sie die Hin­wei­se zur Karenz­zeit, die Sie vor­ab erhal­ten – die WHO emp­fiehlt der­zeit zwei bis sie­ben Tage, je nach Fra­ge­stel­lung kann auch eine kür­ze­re Karenz vor­teil­haft sein. Alko­hol, Dro­gen, star­ke kör­per­li­che Belas­tung und Fie­ber kön­nen die Wer­te vor­über­ge­hend ver­schlech­tern. Tei­len Sie uns bit­te regel­mä­ßi­ge Medi­ka­men­te oder kürz­li­che Erkran­kun­gen mit.

Wer in der Nähe wohnt, kann die Pro­be nach Abspra­che zu Hau­se gewin­nen; sie muss dann inner­halb von 40 Minu­ten und kör­per­nah trans­por­tiert bei uns ankom­men. Da die Sper­mi­en­qua­li­tät schwankt, ist bei auf­fäl­li­gen Wer­ten oft eine Kon­trol­le nach eini­gen Wochen sinn­voll – und ein auf­fäl­li­ges Sper­mio­gramm schließt eine natür­li­che Schwan­ger­schaft nicht auto­ma­tisch aus.

Was ist eine Inse­mi­na­ti­on und wie läuft sie ab?

Bei der Inse­mi­na­ti­on (IUI) wer­den im Labor auf­be­rei­te­te, beweg­li­che Sper­mi­en zum opti­ma­len Zeit­punkt mit einem dün­nen Kathe­ter direkt in die Gebär­mut­ter gege­ben. Sie eig­net sich etwa bei unge­klär­tem Kin­der­wunsch, leicht ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät, leich­ter Endo­me­trio­se oder bei Spen­der­sa­men. Vor­aus­set­zung ist min­des­tens ein durch­gän­gi­ger Eilei­ter.

Den Zeit­punkt bestim­men wir per Zyklus­mo­ni­to­ring, gege­be­nen­falls mit Aus­lö­sung des Eisprungs – im natür­li­chen oder mild sti­mu­lier­ten Zyklus. Die Auf­be­rei­tung der Pro­be dau­ert etwa 1,5 bis 2 Stun­den, der Ein­griff selbst nur weni­ge Minu­ten und ist in der Regel schmerz­frei. Etwa 14 Tage spä­ter ist ein Schwan­ger­schafts­test mög­lich. Je nach Alter sind drei bis sechs Zyklen üblich, bevor über eine IVF nach­ge­dacht wird.

Was ist der Unter­schied zwi­schen IVF und ICSI?

Bei der IVF (In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on) wer­den Eizel­len und Sper­mi­en im Labor zusam­men­ge­bracht, die Befruch­tung geschieht von selbst. Bei der ICSI (Intra­zy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mi­en­in­jek­ti­on) wird ein ein­zel­nes Sper­mi­um direkt in die Eizel­le ein­ge­bracht. Das kommt vor allem infra­ge, wenn die Sper­mi­en­qua­li­tät deut­lich ein­ge­schränkt ist oder bei einer frü­he­ren IVF kaum Eizel­len befruch­tet wur­den.

Wel­ches Ver­fah­ren sinn­voll ist, hängt von der Ursa­che des uner­füll­ten Kin­der­wun­sches ab – das eine ist nicht per se erfolg­rei­cher als das ande­re. Liegt kei­ne männ­li­che Frucht­bar­keits­stö­rung vor, errei­chen IVF und ICSI in vie­len Fäl­len ver­gleich­ba­re Schwan­ger­schafts- und Gebur­ten­ra­ten. Auch bei Frau­en über 40 bringt die ICSI allein wegen des Alters kei­nen nach­ge­wie­se­nen Vor­teil, denn sie kann alters­be­ding­te Ver­än­de­run­gen der Eizell­qua­li­tät nicht aus­glei­chen.

Wel­che Risi­ken hat eine IVF?

Das wich­tigs­te Risi­ko ist ein Über­sti­mu­la­ti­ons­syn­drom (OHSS). Dabei reagie­ren die Eier­stö­cke sehr stark auf die Hor­mo­ne und ver­grö­ßern sich; zudem kann sich Flüs­sig­keit im Bauch­raum sam­meln. Indi­vi­du­ell dosier­te Medi­ka­men­te, moder­ne Pro­to­kol­le und eng­ma­schi­ge Kon­trol­len sen­ken das Risi­ko deut­lich; bei erhöh­tem Risi­ko kön­nen die Embryo­nen ein­ge­fro­ren und spä­ter über­tra­gen wer­den. Kom­pli­ka­tio­nen bei der Ent­nah­me wie Blu­tun­gen oder Infek­tio­nen sind sel­ten.

Das Mehr­lings­ri­si­ko hängt vor allem von der Zahl der über­tra­ge­nen Embryo­nen ab – beim Trans­fer eines ein­zel­nen Embry­os ist es sehr gering und mit einer natür­li­chen Schwan­ger­schaft ver­gleich­bar.

In wel­chem Alter ist Social Free­zing sinn­voll und wie vie­le Eizel­len soll­te man ein­frie­ren?

Bio­lo­gisch gilt: Je jün­ger Sie beim Ein­frie­ren sind, des­to bes­ser die spä­te­ren Chan­cen, denn Anzahl und Qua­li­tät der Eizel­len sin­ken – meist ab Mit­te 30 deut­lich. Die Jah­re zwi­schen Ende 20 und Mit­te 30 sind daher ein guter Zeit­raum, sich mit dem The­ma zu befas­sen. Auch mit 40 ist Social Free­zing noch mög­lich, die Erfolgs­aus­sich­ten sind dann aber deut­lich gerin­ger.

Als Ori­en­tie­rung kön­nen je nach Alter und gewünsch­ter Kin­der­zahl etwa 20–30 rei­fe Eizel­len sinn­voll sein. Auch eine hohe Zahl an Eizel­len garan­tiert kein Kind, denn nicht jede Eizel­le über­steht das Auf­tau­en. Im Gespräch berech­nen wir Ihre indi­vi­du­el­len Chan­cen und die sinn­vol­le Ziel­zahl.

Wie läuft Social Free­zing ab und ver­braucht es mei­ne Eizell­re­ser­ve?

Ein Zyklus dau­ert etwa zwei Wochen: Nach rund zehn bis zwölf Tagen hor­mo­nel­ler Sti­mu­la­ti­on mit Ultra­schall- und Blut­kon­trol­len wird die fina­le Rei­fung aus­ge­löst, etwa 36 Stun­den spä­ter folgt die Eizell­ent­nah­me in kur­zer Nar­ko­se. Die rei­fen Eizel­len wer­den noch am sel­ben Tag vitri­fi­ziert und bei etwa −196 °C gela­gert, wo sie bio­lo­gisch nicht wei­ter altern.

Die Eizell­re­ser­ve wird dadurch nicht schnel­ler ver­braucht, und die Wech­sel­jah­re begin­nen nicht frü­her: Die Sti­mu­la­ti­on nutzt Fol­li­kel, die in jedem Zyklus ohne­hin her­an­rei­fen und sonst zugrun­de gehen wür­den. Mög­lich sind vor­über­ge­hend Span­nungs­ge­fühl, Blä­hun­gen oder Müdig­keit; lang­fris­ti­ge Gesund­heits­ri­si­ken sind nach aktu­el­lem Wis­sens­stand nicht bekannt.

Kann man auch Sper­mi­en ein­frie­ren las­sen?

Ja – aus per­sön­li­chen Grün­den, etwa wenn der Kin­der­wunsch erst deut­lich spä­ter geplant ist, vor einer Vas­ek­to­mie oder vor einer Behand­lung wie einer Che­mo­the­ra­pie, die die Frucht­bar­keit beein­träch­ti­gen kann. Eine all­ge­mei­ne Alters­gren­ze gibt es nicht.

Nach Sper­mio­gramm und Infek­ti­ons­scree­ning wird die Pro­be auf­be­rei­tet, mit einem Gefrier­schutz­me­di­um ver­setzt und in flüs­si­gem Stick­stoff kryo­kon­ser­viert. Wie vie­le Pro­ben sinn­voll sind, hängt von der Sper­mi­en­qua­li­tät und Ihrer Fami­li­en­pla­nung ab – für eine spä­te­re Inse­mi­na­ti­on wer­den meist mehr Sper­mi­en benö­tigt als für eine ICSI.

Woher stammt der Spen­der­sa­men und ist die Samen­spen­de anonym?

Wir arbei­ten mit lizen­zier­ten Samen­ban­ken im In- und Aus­land zusam­men, unter ande­rem in Deutsch­land und Däne­mark. Die Spen­der wer­den umfas­send unter­sucht, etwa auf Infek­tio­nen sowie gene­ti­sche und chro­ni­sche Erkran­kun­gen. Den Spen­der wäh­len Sie anhand geprüf­ter Pro­fi­le selbst aus; auch ein bekann­ter Spen­der kommt infra­ge. Wün­schen Sie sich spä­ter ein Geschwis­ter­kind vom sel­ben Spen­der, las­sen sich je nach Samen­bank wei­te­re Pro­ben reser­vie­ren.

Anonym ist die Spen­de nicht: Die Spen­der­da­ten wer­den im Samen­spen­der­re­gis­ter erfasst, sodass das Kind sei­ne gene­ti­sche Her­kunft erfah­ren kann – bis zum 16. Geburts­tag über die Eltern, danach selbst. Der Spen­der hat kei­ne recht­li­che Eltern­rol­le und ist nicht unter­halts­pflich­tig.

Häu­fi­ge Fra­gen von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten

Wel­che Online-Ser­vices gibt es für Pati­en­tin­nen in Behand­lung?

In unse­rem Pati­en­ten­be­reich erle­di­gen Sie wich­ti­ge Schrit­te bequem online:

  • Zyklus­tag mel­den: den ers­ten Tag Ihrer Peri­ode über­mit­teln, damit wir die nächs­ten Behand­lungs­schrit­te pla­nen kön­nen.
  • Fol­ge­re­zept anfor­dern: Rezept­an­fra­gen für Ihre lau­fen­de Behand­lung online sen­den.
  • Moni­to­ring-Ter­min buchen: zum Bei­spiel Ter­mi­ne für Ultra­schall und Blut­ab­nah­me online ver­ein­ba­ren.
  • Geburts­ter­min berech­nen: Ihren vor­aus­sicht­li­chen Ent­bin­dungs­ter­min und wei­te­re wich­ti­ge Ter­mi­ne der Schwan­ger­schaft ermit­teln.

War­um ist der ers­te Zyklus­tag für mei­ne Behand­lung wich­tig?

Mit dem ers­ten Tag Ihrer Peri­ode beginnt die Pla­nung Ihrer nächs­ten Behand­lungs­schrit­te – etwa bei einer Inse­mi­na­ti­on, IVF, ICSI, beim Social Free­zing oder bei einem Kryo­zy­klus. Damit wir Ihre Ter­mi­ne recht­zei­tig abstim­men kön­nen, geben Sie uns bit­te kurz Bescheid. Das geht ganz ein­fach online über unse­ren Pati­en­ten­be­reich.

Als Zyklus­tag 1 zählt der ers­te Tag einer ech­ten Regel­blu­tung mit fri­schem, rotem Blut; leich­te Schmier­blu­tun­gen davor zäh­len nicht mit. Beginnt die Blu­tung erst nach 18 Uhr, gilt der fol­gen­de Tag als Zyklus­tag 1.

Wie oft muss ich wäh­rend der hor­mo­nel­len Sti­mu­la­ti­on zur Kon­trol­le kom­men?

Regel­mä­ßi­ge Ultra­schall­kon­trol­len sind wich­tig, um Rei­fung und Anzahl der Fol­li­kel zu beur­tei­len und die Medi­ka­ti­on anzu­pas­sen; je nach Ver­lauf bestim­men wir zusätz­lich Hor­mon­wer­te. Die Abstän­de rich­ten sich danach, wie Ihre Eier­stö­cke reagie­ren – beim Zyklus­mo­ni­to­ring sind es meist zwei bis drei Ter­mi­ne pro Zyklus im Abstand von zwei bis drei Tagen.

Reift kein Fol­li­kel her­an, pas­sen wir Dosie­rung oder Medi­ka­ment an. Ihre Moni­to­ring-Ter­mi­ne kön­nen Sie online buchen.

Kann ich wäh­rend der Behand­lung arbei­ten oder Sport trei­ben?

Ja, in der Regel lässt sich die Behand­lung gut mit Beruf und All­tag ver­ein­ba­ren. Pla­nen Sie ledig­lich etwas Zeit für die Kon­troll­ter­mi­ne ein. Auch Sport ist grund­sätz­lich mög­lich. Sind die Eier­stö­cke durch die Sti­mu­la­ti­on stär­ker ver­grö­ßert oder neh­men Beschwer­den zu, emp­feh­len wir, inten­si­ve Belas­tun­gen vor­über­ge­hend zu redu­zie­ren.

Für den Tag der Eizell­ent­nah­me soll­ten Sie sich frei­neh­men. Nach einer Sedie­rung oder Nar­ko­se dür­fen Sie min­des­tens 24 Stun­den nicht selbst Auto fah­ren. Was in Ihrer Situa­ti­on sinn­voll ist, bespre­chen wir gern indi­vi­du­ell mit Ihnen.

Muss ich mich nach Inse­mi­na­ti­on oder Embryo­trans­fer scho­nen?

Nein, Bett­ru­he ist nicht erfor­der­lich und ver­bes­sert die Chan­cen nicht. Nach einer Inse­mi­na­ti­on kön­nen Sie nach einer kur­zen Ruhe­pau­se Ihren All­tag inklu­si­ve Arbeit und Sport fort­set­zen. Nach dem Embryo­trans­fer sind nor­ma­le Akti­vi­tä­ten wie Spa­zier­gän­ge in der Regel mög­lich; ob und wann leich­ter Sport infra­ge kommt, hängt von Ihrem Befin­den und der Reak­ti­on Ihrer Eier­stö­cke ab und wird indi­vi­du­ell bespro­chen.

Wann kann ich einen Schwan­ger­schafts­test machen?

Nach einer IVF oder ICSI mit Frisch­trans­fer bestim­men wir das Schwan­ger­schafts­hor­mon hCG im Blut, in der Regel etwa 14 Tage nach der Eizell­ent­nah­me – also je nach Trans­fer­tag neun bis elf Tage nach dem Trans­fer. Den genau­en Ter­min nen­nen wir Ihnen. Nach einer Inse­mi­na­ti­on ist ein Test im Urin oder Blut nach etwa 14 Tagen mög­lich.

Bit­te tes­ten Sie nicht zu früh zu Hau­se: Noch nach­weis­ba­res hCG aus der Aus­lö­se­sprit­ze kann das Ergeb­nis ver­fäl­schen.

Bei wel­chen Beschwer­den soll­te ich mich sofort mel­den?

Nach der Eizell­ent­nah­me sind leich­te Unter­leibs­schmer­zen oder ein Span­nungs­ge­fühl für eini­ge Tage nor­mal. Mel­den Sie sich bit­te bei star­ken oder zuneh­men­den Schmer­zen. Bei star­ken oder zuneh­men­den Bauch­schmer­zen, anhal­ten­dem Erbre­chen oder Atem­not ist eine sofor­ti­ge ärzt­li­che Abklä­rung wich­tig, da dies auf ein Über­sti­mu­la­ti­ons­syn­drom (OHSS) hin­deu­ten kann.

Auch Blu­tun­gen in einer bereits bestehen­den Schwan­ger­schaft soll­ten immer ärzt­lich abge­klärt wer­den.

Was pas­siert mit Embryo­nen, die nicht über­tra­gen wer­den?

Geeig­ne­te befruch­te­te Eizel­len oder Embryo­nen kön­nen mit Ihrem Ein­ver­ständ­nis ein­ge­fro­ren und in unse­rer eige­nen Kryo­bank auf­be­wahrt wer­den. So ist ein wei­te­rer Ver­such als Kryo­trans­fer mög­lich, ohne erneu­te Sti­mu­la­ti­on und Eizell­ent­nah­me.

Über die Befruch­tung und die wei­te­re Ent­wick­lung Ihrer Embryo­nen hal­ten wir Sie wäh­rend der Behand­lung infor­miert.

Wie kann ich mei­nen Geburts­ter­min berech­nen?

Im Pati­en­ten­be­reich fin­den Sie einen Geburts­ter­min-Rech­ner. Er ermit­telt Ihren vor­aus­sicht­li­chen Ent­bin­dungs­ter­min und wei­te­re wich­ti­ge Ter­mi­ne im Schwan­ger­schafts­ver­lauf – nach natür­li­cher Emp­fäng­nis (über den ers­ten Tag der letz­ten Peri­ode oder den Tag des Eisprungs und die Zyklus­län­ge) eben­so wie nach Inse­mi­na­ti­on, IVF/ICSI oder Kryo­zy­klus (über das Datum von Eizell­ent­nah­me, Inse­mi­na­ti­on oder Embryo­trans­fer an Tag 3 bzw. Tag 5).

Ich lebe im Aus­land – wie läuft die Behand­lung ab?

Vie­le Schrit­te fin­den vor Ihrer Anrei­se statt: In einer siche­ren Video­sprech­stun­de ler­nen Sie Ihre behan­deln­de Ärz­tin ken­nen und bespre­chen Vor­ge­schich­te und Befun­de. Vie­le Vor­un­ter­su­chun­gen – etwa Hor­mon­ana­ly­sen, Ultra­schall oder Sper­mio­gramm – las­sen sich im Hei­mat­land durch­füh­ren. Vor Behand­lungs­be­ginn ist jedoch eine per­sön­li­che Vor­stel­lung in Mün­chen nötig, bei der wir Ihre Befun­de bewer­ten und die Dia­gnos­tik ergän­zen.

Danach erstel­len wir Ihren indi­vi­du­el­len Behand­lungs- und Zeit­plan. Für Schrit­te wie Eizell­ent­nah­me oder Embryo­trans­fer kom­men Sie nach Mün­chen; auch nach Ihrer Rück­rei­se beglei­ten wir Sie bei Bedarf wei­ter, zum Bei­spiel per Video­sprech­stun­de.

Wie oft und wie lan­ge muss ich nach Mün­chen rei­sen?

Das hängt von Ihrer The­ra­pie und Ihrem Behand­lungs­plan ab – bei IVF, ICSI oder Social Free­zing ist die Auf­ent­halts­dau­er zum Bei­spiel unter­schied­lich. Wir stim­men die Ter­mi­ne mög­lichst früh­zei­tig und, soweit medi­zi­nisch mög­lich, gebün­delt ab, damit Ihr Auf­ent­halt gut plan­bar und effi­zi­ent ist.

Unser Zen­trum liegt zen­tral in Mün­chen und ist vom Haupt­bahn­hof und vom Flug­ha­fen bequem erreich­bar.

In wel­chen Spra­chen ist eine Bera­tung mög­lich?

Unse­re Ärz­tin­nen spre­chen Deutsch, Eng­lisch, Ita­lie­nisch und Fran­zö­sisch. So kön­nen Sie alle Fra­gen zu Dia­gnos­tik und Behand­lung direkt und in Ruhe in Ihrer gewünsch­ten Spra­che mit uns bespre­chen.

Häu­fi­ge Fra­gen zu Kos­ten & Finan­zie­rung

Was kos­tet ein Bera­tungs­ter­min?

Für den Ein­stieg gibt es ver­schie­de­ne Bera­tungs­for­ma­te – per­sön­lich in unse­rem Zen­trum oder per Video. Als Ori­en­tie­rung gel­ten fol­gen­de Richt­wer­te, jeweils zuzüg­lich gege­be­nen­falls anfal­len­der Umsatz­steu­er:

  • Per­sön­li­che Erst­be­ra­tung vor Ort (ca. 30 Minu­ten): 120 €
  • Video­sprech­stun­de (ca. 1 Stun­de): 120 €
  • Bera­tung zu Kin­der­wunsch, Social Free­zing oder Samen­spen­de inklu­si­ve Ultra­schall und Basis-Hor­mon­un­ter­su­chung (ca. 1 Stun­de): 470–550 €
  • Bera­tung bei Hor­mon­stö­run­gen inklu­si­ve Ultra­schall und Basis-Hor­mon­un­ter­su­chung (ca. 30 Minu­ten): 120 €
  • Zweit­mei­nung mit Sich­tung der Vor­be­fun­de und aus­führ­li­chem Gespräch: ca. 250–320 €

Zusätz­li­che Unter­su­chun­gen im Rah­men einer Zweit­mei­nung, etwa Labor­ana­ly­sen, wer­den sepa­rat nach Auf­wand berech­net.

Mit wel­chen Kos­ten muss ich für Unter­su­chun­gen rech­nen?

Unse­re Leis­tun­gen rech­nen wir nach der Gebüh­ren­ord­nung für Ärz­te (GOÄ) ab. Die fol­gen­den Beträ­ge die­nen Ihnen des­halb als Ori­en­tie­rung, jeweils zuzüg­lich gege­be­nen­falls anfal­len­der Umsatz­steu­er:

  • Frucht­bar­keits­test vor Ort (AMH und sechs wei­te­re Hor­mo­ne, Aus­wer­tung inner­halb von fünf Tagen): 207 €
  • Frucht­bar­keits­test für zu Hau­se, inklu­si­ve Test­kit, Ver­sand, Labor­ana­ly­se und ärzt­li­cher Aus­wer­tung: 199 €
  • AMH-Basis-Check: ca. 87 €
  • Hor­mon­ana­ly­se: 220–380 €
  • Zyklus­mo­ni­to­ring mit Ultra­schall und Hor­mon­be­stim­mung: ca. 150–170 € pro Ter­min
  • Eilei­ter­dia­gnos­tik (HyCoSy/HyFoSy): 295 € zuzüg­lich ca. 90 € für den Kon­trast­schaum
  • Sper­mio­gramm: 165 €
  • DNA-Frag­men­ta­ti­ons­test: 410 € inklu­si­ve Sper­mio­gramm, ca. 265 €, wenn bereits ein aktu­el­les Sper­mio­gramm vor­liegt
  • Endo­me­tri­um­bi­op­sie: 200 € zuzüg­lich der Kos­ten exter­ner Labo­re

Den Frucht­bar­keits­test kön­nen Sie bequem online bezah­len, zum Bei­spiel per Kre­dit­kar­te. Bevor wei­te­re Unter­su­chun­gen statt­fin­den, infor­mie­ren wir Sie trans­pa­rent über die vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten.

Wel­che Kos­ten fal­len bei einer IVF oder ICSI an?

Ein IVF-Zyklus kos­tet etwa 3.200 bis 3.600 €, eine ICSI etwa 6.200 bis 6.900 €; die end­gül­ti­gen ICSI-Kos­ten hän­gen unter ande­rem von der Zahl der gewon­ne­nen Eizel­len ab. Hin­zu kom­men jeweils Anäs­the­sie, exter­ne Labor­un­ter­su­chun­gen und Medi­ka­men­te, die je nach Alter und Eizell­re­ser­ve etwa 400 bis 1.500 € aus­ma­chen.

Optio­nal kön­nen Zusatz­ver­fah­ren wie Blas­to­zys­ten­kul­tur, Embryo­Glue oder die ZyMōt-Kam­mer sinn­voll sein; sie bespricht Ihre Ärz­tin auf Wunsch indi­vi­du­ell mit Ihnen.

Wel­che Kos­ten ent­ste­hen beim Ein­frie­ren von Eizel­len oder Sper­mi­en?

Ein Social-Free­zing-Zyklus kos­tet etwa 3.000 bis 3.500 €, zuzüg­lich Anäs­the­sie, exter­nem Labor und Medi­ka­men­ten. Für die Lage­rung der Eizel­len fal­len 380 € pro Jahr an (Lage­rung bei der FERTILA GmbH).

Beim Ein­frie­ren von Sper­mi­en set­zen sich die Kos­ten aus Dia­gnos­tik, Kryo­kon­ser­vie­rung und lang­fris­ti­ger Lage­rung zusam­men. Sind meh­re­re Pro­ben sinn­voll, erhal­ten Sie vor­ab eine indi­vi­du­el­le Kos­ten­über­sicht.

Kann ich als gesetz­lich Ver­si­cher­te zu Ihnen kom­men und zahlt mei­ne Kas­se?

Ja, gesetz­lich Ver­si­cher­te sind herz­lich will­kom­men und neh­men unse­re Leis­tun­gen als Selbst­zah­le­rin­nen in Anspruch. Als rei­nes Pri­vat­zen­trum kön­nen wir jedoch nicht mit den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen abrech­nen, und die­se erstat­ten unse­re Leis­tun­gen nicht.

All­ge­mein betei­ligt sich die GKV unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen zu 50 % an einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung. Kei­ne Kos­ten­be­tei­li­gung gibt es unter ande­rem, wenn das Paar nicht ver­hei­ra­tet ist, die Frau über 40 oder der Mann über 50 ist, ab dem 9. Inse­mi­na­ti­ons­zy­klus ohne Sti­mu­la­ti­on, ab dem 4. IVF- oder ICSI-Zyklus, nach einer medi­zi­nisch nicht indi­zier­ten Ste­ri­li­sa­ti­on oder wenn eine Samen­spen­de nötig ist.

Über­nimmt mei­ne pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung die Kos­ten?

Jede pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung hat eige­ne Rege­lun­gen – je nach Tarif ist sogar eine Behand­lung ohne Zuzah­lung mög­lich. Vor­aus­set­zung ist in der Regel eine orga­ni­sche Ursa­che der Unfrucht­bar­keit bei der ver­si­cher­ten Per­son und eine Erfolgs­wahr­schein­lich­keit von min­des­tens 15 %. Fes­te Alters­gren­zen oder eine Ober­gren­ze für die Zahl der Zyklen gibt es meist nicht, und eine Ehe ist in der Regel nicht erfor­der­lich. Nach Daten des Deut­schen IVF-Regis­ters lie­gen die Chan­cen bei Frau­en bis ein­schließ­lich 42 Jah­ren häu­fig noch über 15 %.

Ist der Part­ner gesetz­lich ver­si­chert und eben­falls unfrucht­bar, über­nimmt die PKV auch des­sen Behand­lungs­kos­ten, wenn die GKV nicht zahlt. Wir unter­stüt­zen Sie bei der Antrag­stel­lung mit einem ärzt­li­chen Gut­ach­ten, Kos­ten­plan und den nöti­gen Unter­la­gen.

Wer­den Vor­sor­ge- und Zusatz­leis­tun­gen wie Social Free­zing, Frucht­bar­keits­test oder PRP erstat­tet?

Meist han­delt es sich um Selbst­zah­ler­leis­tun­gen. Social Free­zing aus per­sön­li­chen Grün­den wird in der Regel nicht über­nom­men; bei medi­zi­ni­scher Indi­ka­ti­on – etwa vor einer Che­mo- oder Strah­len­the­ra­pie oder im Ein­zel­fall bei Endo­me­trio­se – kann eine Kos­ten­über­nah­me mög­lich sein. Ein vor­sorg­li­cher Frucht­bar­keits­test ohne Indi­ka­ti­on wird von der GKV in der Regel nicht bezahlt. Bei PRP, Endo­me­tri­um­dia­gnos­tik oder HyCo­Sy hängt eine Erstat­tung durch die PKV von Tarif und medi­zi­ni­scher Indi­ka­ti­on ab.

Klä­ren Sie eine mög­li­che Kos­ten­über­nah­me am bes­ten vor­ab mit Ihrer Ver­si­che­rung – wir stel­len Ihnen die erfor­der­li­chen medi­zi­ni­schen Unter­la­gen zur Ver­fü­gung.

Betei­ligt sich mein Arbeit­ge­ber an den Kos­ten?

Immer mehr Unter­neh­men bie­ten ihren Mit­ar­bei­ten­den soge­nann­te Fer­ti­li­ty Bene­fits an und über­neh­men einen Teil der Kos­ten für Kin­der­wunsch­dia­gnos­tik, für Behand­lun­gen wie Inse­mi­na­ti­on oder IVF sowie für das Ein­frie­ren von Eizel­len oder Sper­mi­en. Fra­gen Sie am bes­ten in Ihrer Per­so­nal­ab­tei­lung nach, ob Ihr Arbeit­ge­ber ein sol­ches Pro­gramm anbie­tet.

Unser Zen­trum koope­riert mit Car­rot Fer­ti­li­ty, einem inter­na­tio­nal täti­gen Anbie­ter sol­cher Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen. Ist Ihr Arbeit­ge­ber Part­ner von Car­rot, kön­nen Sie Ihre Behand­lung bei uns im Rah­men Ihres Car­rot-Pro­gramms in Anspruch neh­men.

Wir unter­stüt­zen Sie gern dabei, die erfor­der­li­chen Unter­la­gen für eine Erstat­tung zusam­men­zu­stel­len, und bespre­chen mit Ihnen, wel­che Leis­tun­gen infra­ge kom­men.