Was bedeutet Unfruchtbarkeit beim Mann?
Bleibt eine Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr aus, können die Ursachen bei der Frau, beim Mann oder bei beiden Partnern liegen. Bei etwa einem Drittel der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch spielt ein männlicher Faktor eine wesentliche Rolle.
Von einer ungewollten Kinderlosigkeit spricht man in der Regel, wenn nach zwölf Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist. Je nach Alter der Partnerin, Vorgeschichte oder bestehenden Risikofaktoren kann eine Abklärung jedoch bereits früher sinnvoll sein. Beim Mann stehen dabei vor allem die Spermienbildung und Spermienqualität im Mittelpunkt.
Gibt es Anzeichen für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit?
Eine eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit verursacht häufig keine spürbaren Beschwerden. Bestimmte Veränderungen oder Beschwerden können jedoch auf Erkrankungen hinweisen, die auch die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise:
- tastbare Krampfadern am Hoden (Varikozele)
- Schmerzen oder Schwellungen im Bereich der Hoden
- Beschwerden beim Wasserlassen
- Erektions- oder Ejakulationsstörungen
Da eine eingeschränkte Spermienqualität meist nicht von außen erkennbar ist, lässt sich die männliche Fruchtbarkeit nur durch eine entsprechende medizinische Untersuchung zuverlässig beurteilen.
Wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist
Eine Untersuchung der männlichen Fruchtbarkeit ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr seit etwa zwölf Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist
- die Partnerin über 35 Jahre alt ist und seit etwa sechs Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist
- bekannte Vorerkrankungen oder Risikofaktoren bestehen, beispielsweise Hodenhochstand, Erkrankungen oder Operationen der Hoden
- eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wurde
- bereits Auffälligkeiten der Hoden, Erektions- oder Ejakulationsstörungen bekannt sind
- Kinderwunschbehandlungen wiederholt nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben
Bei bekannten Risikofaktoren kann eine Untersuchung auch unabhängig von der bisherigen Dauer des Kinderwunsches sinnvoll sein.


Ursachen für Unfruchtbarkeit beim Mann
Die Ursachen für eine eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit sind vielfältig und nicht immer eindeutig zuzuordnen. Organische, hormonelle oder genetische Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie bestimmte Erkrankungen, Umwelt- und Lebensstilfaktoren. Eine ärztliche Abklärung kann helfen, mögliche und insbesondere behandelbare Ursachen zu erkennen.
Verschiedene Erkrankungen oder körperliche Veränderungen können die Bildung, Reifung oder den Transport der Spermien beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem:
- Hodenhochstand in der Kindheit, auch nach operativer Korrektur
- Entzündungen oder Infektionen der Hoden und Nebenhoden, beispielsweise nach einer Mumpsinfektion in der Kindheit
- Krampfadern am Hoden (Varikozele), die mit einer eingeschränkten Spermienqualität einhergehen können
- Verletzungen oder Operationen im Bereich der Hoden oder ableitenden Samenwege
- Erektions- oder Ejakulationsstörungen
- retrograde Ejakulation, bei der das Ejakulat teilweise oder vollständig in die Harnblase gelangt
- vorausgegangene Chemo- oder Strahlentherapien, die die Spermienbildung vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen können
Auch hormonelle Störungen können die Spermienbildung beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Störungen der hormonellen Regulation durch Hypothalamus oder Hypophyse sowie ein Testosteronmangel. Je nach Befund kann deshalb eine weiterführende Hormondiagnostik sinnvoll sein.
Genetische Veränderungen können die Spermienbildung, ‑reifung oder den Spermientransport beinträchtigen. Dazu zählen beispielsweise:
- Klinefelter-Syndrom, bei dem ein zusätzliches X‑Chromosom vorliegt
- AZF-Deletionen auf dem Y‑Chromosom, die die Spermienbildung beinträchtigen können
- CFTR-Mutationen, wie sie bei Mukoviszidose vorkommen können bei Männern unter anderem dazu führen, dass die Samenleiter nicht oder nicht vollständig angelegt sind
Insbesondere bei einer stark eingeschränkten Spermienzahl oder wenn keine Spermien im Ejakulat nachweisbar sind, kann eine genetische Abklärung sinnvoll sein.
3. Alter und Spermienqualität
Das Alter beeinflusst die männliche Fruchtbarkeit weniger stark als die weibliche. Dennoch können sich mit zunehmendem Alter verschiedene Eigenschaften der Spermien verändern. Unter anderem können Beweglichkeit und DNA-Integrität abnehmen. Auch bestimmte genetische Veränderungen in den Spermien treten mit zunehmendem väterlichem Alter häufiger auf.
4. Umwelt- und Lebensstilfaktoren
Auch Lebensstil und Umweltfaktoren können die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Zu den möglichen Faktoren gehören unter anderem:
- Rauchen, das sich negativ auf Spermienzahl, Beweglichkeit und DNA-Qualität auswirken kann
- Hoher Alkoholkonsum und Drogen
- Über- oder Untergewicht
- häufige oder länger anhaltende Hitzeeinwirkung im Bereich der Hoden, beispielsweise durch sehr heiße Bäder, häufige Saunagänge oder andere Formen einer regelmäßigen Überwärmung
- Testosteron und Anabolika, die die körpereigene Hormonregulation unterdrücken und dadurch die Spermienproduktion deutlich vermindern oder vorübergehend sogar vollständig zum Erliegen bringen können
Auch Umweltchemikalien wie sogenannte endokrine Disruptoren werden als mögliche Einflussfaktoren auf die männliche Fruchtbarkeit untersucht. Dazu gehören beispielsweise BPA und Phthalate.
Ablauf der Fruchtbarkeitsuntersuchung beim Mann
Im Privatzentrum Die Kinderwunschärztin in München begleiten wir Sie Schritt für Schritt – individuell, transparent und mit größter Sorgfalt.
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Test auswählen & starten
Sie wählen den passenden Fruchtbarkeitstest – entweder für zu Hause oder für die Durchführung in unserem Münchner Privatzentrum – und beantworten anschließend online einige kurze Fragen zu Ihrer Situation.
Termin vereinbaren -
Probengewinnung
Die Samenprobe kann entweder diskret in unserem Männerraum oder zu Hause gewonnen werden. Bei einer Entnahme zu Hause stellen wir Ihnen vorab ein geeignetes Gefäß zur Verfügung. Vor der Probengewinnung beachten Sie bitte die Hinweise zur empfohlenen Karenzzeit in Ihrer Terminbestätigung. Zum vereinbarten Termin bringen Sie die Probe körpernah transportiert innerhalb von maximal 40 Minuten nach der Probengewinnung in unser Kinderwunschzentrum.
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Analyse & Ergebnis
Die Probe wird unmittelbar in unserem hauseigenen Andrologie-Labor analysiert. Sie erhalten den ärztlich geprüften Befund in der Regel innerhalb von weniger als drei Arbeitstagen verschlüsselt per E‑Mail.
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Weiteres Vorgehen
Sollten die Ergebnisse außerhalb des Normbereichs liegen, empfehlen wir, das Spermiogramm nach einigen Wochen zu wiederholen, um die Ergebnisse zu überprüfen und eine verlässliche Einschätzung zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche nächsten Schritte infrage kommen.
Diagnostik der männlichen Fruchtbarkeit im Überblick
Zur Abklärung der männlichen Fruchtbarkeit stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung. Grundlage ist das Spermiogramm, bei dem unter anderem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien beurteilt werden.
Je nach Befund, Vorgeschichte und bisherigem Verlauf des Kinderwunsches können weiterführende Untersuchungen sinnvoll sein. Sie ermöglichen es, bestimmte Eigenschaften und Funktionen der Spermien genauer zu untersuchen, die in einem klassischen Spermiogramm nicht erfasst werden.
Das Spermiogramm ist die wichtigste Basisuntersuchung zur Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit. Dabei werden unter anderem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien nach aktuellen WHO-Kriterien analysiert. Die Untersuchung erfolgt direkt in unserem Andrologie-Labor und wird ärztlich ausgewertet.
Ein unauffälliges Spermiogramm schließt eine eingeschränkte Fruchtbarkeit nicht in allen Fällen aus, da Schädigungen oder Brüche in der Spermien-DNA mit der klassischen Ejakulatanalyse nicht erfasst werden. Bei wiederholten erfolglosen Kinderwunschbehandlungen wiederholten Fehlgeburten oder ungeklärter männlicher Unfruchtbarkeit kann deshalb ein DNA-Fragmentierungstest sinnvoll sein. Dabei wird untersucht, bei welchem Anteil der Spermien Schädigungen des Erbguts vorliegen. Das ermöglicht eine weiterführende Beurteilung der Spermienqualität und kann zusätzliche Hinweise für die weitere Behandlung geben.
Ein Spermiogramm beurteilt Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien, nicht jedoch ihre funktionelle Reife. Der HBA-Test (Hyaluronan Binding Assay) untersucht, wie viele reife Spermien an Hyaluronsäure binden können – eine Fähigkeit, die für die natürliche Befruchtung der Eizelle eine wichtige Rolle spielt. So kann der Test zusätzliche Hinweise auf die funktionelle Qualität der Spermien geben.
Auch bei einem unauffälligen Spermiogramm können Spermien funktionell nicht in der Lage sein, eine Eizelle zu befruchten. Eine mögliche Ursache ist eine Störung des CatSper-Kanals, der für die sogenannte Hyperaktivierung der Spermien und damit für das Eindringen in die Eizelle entscheidend ist. Diese Störung ist im normalen Spermiogramm nicht erkennbar und findet sich Schätzungen zufolge bei rund 2 % der Männer mit ungeklärter Infertilität.
Bei einem vollständigen Funktionsverlust des CatSper-Kanals ist eine natürliche Befruchtung nicht möglich. Der CatSper-Test kann deshalb insbesondere bei ungeklärtem Kinderwunsch oder wiederholt ausbleibender Befruchtung wichtige Hinweise für die Wahl der geeigneten Behandlung geben.
Bei auffälligen Befunden oder unklaren Ursachen kann eine ergänzende andrologische Abklärung sinnvoll sein.
Dazu gehören je nach Fragestellung eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Hormonanalysen sowie Ultraschalluntersuchungen von Hoden und Nebenhoden.
Eine Überweisung zur Andrologie empfehlen wir gezielt, wenn sich aus der bisherigen Diagnostik entsprechende Hinweise ergeben.
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Umfassende Spermiendiagnostik
Wir untersuchen Ihr Spermiogramm nach anerkannten medizinischen Standards und können bei Bedarf weiterführende Untersuchungen direkt anschließen.
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Geprüfte Qualität
Regelmäßige interne Qualitätskontrollen sowie externe Qualitätskontrollen (QuaDeGa-Ringversuche) sichern eine konstant hohe Qualität unserer Diagnostik.
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Diskrete Probengewinnung
Die Samenprobe kann diskret in unseren Räumlichkeiten oder nach vorheriger Absprache auch zu Hause gewonnen werden.
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Hauseigenes Andrologie-Labor
Spermiendiagnostik und Aufbereitung finden direkt in unserem eigenen Labor statt – ohne externe Wege für eine schnelle, zuverlässige Auswertung.
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Persönliche ärztliche Einordnung
Unsere Ärztinnen besprechen die Ergebnisse verständlich mit Ihnen und empfehlen, wenn erforderlich, die individuell sinnvollen nächsten diagnostischen oder therapeutischen Schritte.
Kosten für diagnostische Untersuchungen
Die Kosten richten sich nach der jeweiligen Untersuchung. Alle diagnostischen Leistungen werden in unserem eigenen Andrologie-Labor durchgeführt und fachärztlich ausgewertet.
Die Samenprobe kann diskret bei uns vor Ort oder zu Hause gewonnen werden. Bei einer Probengewinnung zu Hause muss die Probe körperwarm und innerhalb von maximal 40 Minuten zu uns gebracht werden. Auf Wunsch senden wir Ihnen vorab ein geeignetes Probengefäß zu; hierfür fallen zusätzliche Versand- und Verpackungskosten an.
Die Analyse erfolgt direkt in unserem Andrologie-Labor. Ihren Befund erhalten Sie innerhalb weniger Tage verschlüsselt per E‑Mail.
Termin buchenDer Test untersucht die Qualität des Erbguts der Spermien und kann auch Auffälligkeiten erkennen, die im klassischen Spermiogramm nicht sichtbar sind. Voraussetzung für die alleinige Untersuchung ist ein maximal sechs Wochen altes, bei uns durchgeführtes Spermiogramm.
Termin buchenDer HBA-Test untersucht den Anteil reifer Spermien, die an Hyaluronsäure binden können. Er liefert damit zusätzliche Informationen über die funktionelle Reife der Spermien, die im klassischen Spermiogramm nicht erfasst wird.
Termin buchenDer CatSper-Test untersucht eine wichtige Funktion der Spermien, die für das Eindringen in die Eizelle und damit für die natürliche Befruchtung erforderlich ist. Eine CatSper-Funktionsstörung ist im klassischen Spermiogramm nicht erkennbar.
Termin buchenKeine Fix- oder Pauschalpreise: Wir rechnen auf der Grundlage der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Gemäß GOÄ dürfen wir Ihnen für medizinische Leistungen keine Fix- oder Pauschalpreise nennen. Die genannten Preise sollen Orientierung geben und sind typisch für die genannten Behandlungen.
Evtl. Umsatzsteuerpflicht: Ärztliche Leistungen können umsatzsteuerpflichtig sein (derzeit 19%). Das trifft zu, falls nach erfolgter Diagnostik keine medizinische Indikation bzw. gesicherte Diagnose vorliegt und es sich deshalb nicht um eine Heilbehandlung im engeren Sinne handelt. Dies kann insbesondere bei Social Freezing Behandlungen der Fall sein, aber auch bei der Behandlung von Single-Mums und gleichgeschlechtlichen Paaren.
Gerne stellen wir Ihnen vorab für die geplante Behandlung detaillierte Kosteninformationen zur Verfügung. So können Sie eine Kostenübernahme durch ihre Private Krankenversicherung (PKV) vorab bestmöglich abklären. Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) erstatten die Kosten in unserem Zentrum nicht.
Das sagen unsere Patientinnen und Patienten
Häufige Fragen zur Unfruchtbarkeit beim Mann
Woran erkennt man Unfruchtbarkeit beim Mann?
Eine eingeschränkte Fruchtbarkeit verursacht bei Männern meist keine Beschwerden und bleibt daher häufig lange unbemerkt. Hinweise können beispielsweise Veränderungen am Hoden, eine Varikozele, hormonelle Auffälligkeiten oder Beschwerden im Genitalbereich sein. Ob die männliche Fruchtbarkeit eingeschränkt ist, lässt sich am besten durch ein Spermiogramm und bei Bedarf weiterführende Untersuchungen feststellen.
Wann sollte der Mann seine Fruchtbarkeit untersuchen lassen?
Bleibt eine Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr aus, sollten grundsätzlich beide Partner untersucht werden. In der Regel wird eine Abklärung nach zwölf Monaten empfohlen, bei einer Partnerin ab etwa 35 Jahren bereits nach sechs Monaten. Bei bekannten Risikofaktoren oder auffälliger Vorgeschichte kann eine frühere Untersuchung sinnvoll sein.
Viele Männer möchten ihre Fruchtbarkeit aber auch bereits vor oder zu Beginn des Kinderwunsches überprüfen lassen. Ein Spermiogramm ist eine einfache Untersuchung und kann frühzeitig eine erste Einschätzung der männlichen Fruchtbarkeit geben.
Wie häufig ist Unfruchtbarkeit bei Männern?
Männliche Faktoren spielen bei unerfülltem Kinderwunsch eine wichtige Rolle. Bei etwa der Hälfte der betroffenen Paare findet sich eine männliche Ursache oder Mitursache. Deshalb sollte die Diagnostik von Frau und Mann möglichst von Anfang an gemeinsam erfolgen.
Was bedeutet ein OAT-Syndrom für meine Fruchtbarkeit?
Beim OAT-Syndrom sind Spermienanzahl, Beweglichkeit und Form gleichzeitig eingeschränkt. Wie stark dadurch die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft vermindert ist, hängt von der Ausprägung ab. Ein OAT-Syndrom bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg ausgeschlossen ist.
Kann man trotz schlechtem Spermiogramm schwanger werden?
Ja. Auch bei eingeschränkten Spermiogrammwerten kann eine natürliche Schwangerschaft möglich sein. Entscheidend sind unter anderem Art und Ausprägung der Auffälligkeiten sowie die Fruchtbarkeit der Partnerin. Bei stärkeren Einschränkungen können Kinderwunschbehandlungen wie eine Insemination, IVF oder ICSI die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen.
Kann sich ein schlechtes Spermiogramm wieder verbessern?
Ja, Spermiogrammwerte können schwanken und sich auch wieder verbessern. Fieberhafte Erkrankungen, Medikamente, Rauchen, starkes Übergewicht, Hitze oder andere Faktoren können die Spermienqualität vorübergehend beeinträchtigen. Deshalb ist bei einem auffälligen Befund eine Kontrolluntersuchung sinnvoll.
Warum nehmen Fertilitätsstörungen bei Männern zu?
Große Studien zeigen, dass die durchschnittliche Spermienkonzentration in vielen Ländern über die vergangenen Jahrzehnte deutlich zurückgegangen ist. Welche Ursachen dafür verantwortlich sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem Umwelt- und Lebensstilfaktoren, Übergewicht, Rauchen und hormonell wirksame Chemikalien.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei eingeschränkter männlicher Fruchtbarkeit?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Ausmaß der Einschränkung. Möglich sind beispielsweise Lebensstilveränderungen, die Behandlung hormoneller oder urologischer Ursachen sowie – abhängig vom Spermiogramm und der Situation des Paares – Insemination, IVF oder ICSI.