Untersuchungen des Endometriums
Die Gebärmutterschleimhaut spielt eine entscheidende Rolle für die Einnistung und frühe Entwicklung einer Schwangerschaft. Bei wiederholtem Einnistungsversagen oder wiederholten Fehlgeburten können deshalb in ausgewählten Situationen weiterführende Untersuchungen des Endometriums sinnvoll sein.
Im Mittelpunkt steht insbesondere die Untersuchung auf eine chronische Endometritis, eine häufig symptomarme Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die durch den Nachweis von CD138-positiven Plasmazellen in einer Endometriumbiopsie diagnostiziert werden kann.
Darüber hinaus können je nach individueller Vorgeschichte weitere Untersuchungen des Endometriums infrage kommen, beispielsweise eine Analyse des endometrialen Mikrobioms. Für diese Verfahren ist die wissenschaftliche Evidenz unterschiedlich stark: Insbesondere die Bedeutung des uterinen Mikrobioms, optimale Grenzwerte und der Nutzen daraus abgeleiteter Therapien werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Wann sind Untersuchungen des Endometriums bei bislang unerfülltem Kinderwunsch sinnvoll?
Weiterführende Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut gehören nicht zur routinemäßigen Basisdiagnostik bei Kinderwunsch. Sie können insbesondere dann erwogen werden, wenn Schwangerschaften wiederholt ausbleiben oder es zu wiederholten Fehlgeburten kommt. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Vorgeschichte ab.


Welche Untersuchungen des Endometriums gibt es?
Wir empfehlen eine erweiterte Endometriumdiagnostik daher nicht routinemäßig, sondern gezielt nach der individuellen Vorgeschichte und bisherigen Kinderwunschbehandlung.
Eine chronische Endometritis ist eine meist symptomarme oder vollständig unbemerkte Entzündung der Gebärmutterschleimhaut. Sie wird mit wiederholten Fehlgeburten und möglicherweise auch wiederholtem Implantationsversagen in Verbindung gebracht.
Zur Diagnostik entnehmen wir eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut. Diese wird histologisch untersucht und insbesondere auf CD138-positive Plasmazellen geprüft. Der Nachweis vermehrter Plasmazellen kann auf eine chronische Endometritis hinweisen.
Allerdings gibt es bislang keinen international einheitlichen Grenzwert dafür, ab welcher Anzahl von Plasmazellen eine klinisch relevante chronische Endometritis vorliegt. Deshalb beurteilen wir den Befund immer im Zusammenhang mit der individuellen Vorgeschichte und den bisherigen Kinderwunschbehandlungen.
Wird eine relevante chronische Endometritis festgestellt, kann eine antibiotische Behandlung erwogen werden. Studien zeigen günstigere reproduktive Ergebnisse insbesondere dann, wenn nach der Behandlung keine chronische Endometritis mehr nachweisbar ist; gleichzeitig ist die Datenlage zur Verbesserung der Lebendgeburtenrate noch nicht abschließend geklärt.
Termin vereinbarenDas Endometrium ist die Schleimhaut, die die Innenseite der Gebärmutter auskleidet. Sie ist von Bakterien besiedelt, vor allem von schützenden Laktobazillen (Milchsärebakterien). Mit modernen molekularbiologischen Verfahren lassen sich bakterielle DNA und unterschiedliche Bakterienprofile im Endometrium nachweisen. Dabei wird unter anderem untersucht, ob Laktobazillen dominieren oder sich Hinweise auf eine sogenannte Dysbiose – eine veränderte bakterielle Zusammensetzung – finden.
Studien zeigen Zusammenhänge zwischen bestimmten mikrobiellen Mustern und Chancen auf eine Schwangerschaft. Noch ist jedoch nicht abschließend geklärt, wie ein „optimales“ endometriales Mikrobiom definiert werden sollte, welche Grenzwerte klinisch relevant sind und ob eine gezielte Veränderung des Mikrobioms die Schwangerschafts- oder Lebendgeburtenrate verbessert. Die Mikrobiomanalyse ist deshalb keine Routineuntersuchung. Bei ausgewählten Patientinnen – insbesondere nach wiederholtem Implantationsversagen und in Verbindung mit weiteren Hinweisen auf eine chronische Endometritis – kann sie als ergänzende Diagnostik eingesetzt werden.
Termin vereinbarenUterine natürliche Killerzellen sind ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems der Gebärmutterschleimhaut und spielen eine wichtige Rolle bei Implantation, Plazentaentwicklung und der immunologischen Kommunikation zwischen Mutter und Embryo.
Bei wiederholtem Implantationsversagen oder Fehlgeburten werden Anzahl und Funktion dieser Zellen wissenschaftlich intensiv untersucht. Bislang fehlen jedoch einheitliche Referenzbereiche und ausreichend validierte Verfahren, um aus einem erhöhten oder erniedrigten uNK-Wert zuverlässig eine Ursache oder Therapie abzuleiten.
Die Bestimmung uteriner NK-Zellen gehört daher nicht zur routinemäßig empfohlenen Kinderwunschdiagnostik. In besonderen Situationen, insbesondere nach wiederholtem Implantationsversagen, kann sie nach individueller Beratung als ergänzende Untersuchung durchgeführt werden.
Termin vereinbarenWelche Rolle spielt das Mikrobiom bei Kinderwunsch?
Die Gebärmutterschleimhaut spielt eine zentrale Rolle bei der Einnistung eines Embryos. In den vergangenen Jahren wurde deshalb intensiv untersucht, ob chronische Entzündungen und Veränderungen des endometrialen Mikrobioms zu wiederholtem Implantationsversagen oder Fehlgeburten beitragen können.
Besonders relevant ist die chronische Endometritis. Diese anhaltende Entzündung der Gebärmutterschleimhaut verursacht häufig keine Beschwerden und bleibt deshalb ohne gezielte Untersuchung meist unentdeckt. Nachweisen lässt sie sich durch eine Endometriumbiopsie und die Untersuchung auf CD138-positive Plasmazellen. Für diese Diagnostik besteht eine bessere klinische Evidenz als für viele andere spezielle Untersuchungen des Endometriums.
Auch für Veränderungen des endometrialen Mikrobioms zeigen Studien Zusammenhänge mit Implantation und Schwangerschaftsverlauf. Untersucht werden unter anderem eine verminderte Dominanz von Laktobazillen und das vermehrte Auftreten bestimmter anderer Bakterien. Bislang ist jedoch nicht abschließend geklärt, welche Zusammensetzung des endometrialen Mikrobioms als optimal anzusehen ist und ob eine gezielte Behandlung einer Dysbiose die Schwangerschafts- oder Lebendgeburtenrate verbessert.
Aus unserer Sicht sollte eine erweiterte Endometriumdiagnostik deshalb nicht routinemäßig bei jeder Patientin mit Kinderwunsch durchgeführt werden. Bei wiederholtem Implantationsversagen, wiederholten Fehlgeburten oder ausgewählten komplexen Kinderwunschverläufen kann sie jedoch zusätzliche Informationen liefern. Welche Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist, entscheiden wir anhand der Vorgeschichte, der bisherigen Behandlungen und bereits vorliegenden Befunde – und berücksichtigen dabei auch die unterschiedliche wissenschaftliche Evidenz der einzelnen Verfahren.
Ergänzende Diagnostik bei Kinderwunsch
Hormonelle Faktoren können Zyklus, Eisprung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beeinflussen. Je nach Fragestellung untersuchen wir beispielsweise Schilddrüsenwerte, Prolaktin, Östradiol und Progesteron sowie weitere Hormone, um mögliche hormonelle Ursachen zu erkennen.
Mit einer Hysteroskopie lässt sich die Gebärmutterhöhle direkt beurteilen. So können beispielsweise Polypen, submuköse Myome, Verwachsungen oder andere Veränderungen erkannt werden, die die Einnistung beeinträchtigen können. Bei Bedarf können dabei auch gezielt Gewebeproben entnommen werden.
Bei wiederholtem Implantationsversagen oder wiederholten Fehlgeburten betrachten wir nicht nur die Gebärmutterschleimhaut. Je nach Vorgeschichte können weitere Untersuchungen sinnvoll sein – beispielsweise zur Gebärmutteranatomie, Genetik, Gerinnung, Immunologie oder zu männlichen Faktoren.
Ablauf der Endometriumdiagnostik
Im unserem privaten Kinderwunschzentrum in München begleiten wir Sie Schritt für Schritt durch Diagnostik und mögliche Behandlungsschritte. Welche Untersuchung sinnvoll ist und zu welchem Zeitpunkt die Gewebeprobe entnommen wird, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab. Einige Untersuchungen können flexibel im Zyklus durchgeführt werden, andere erfordern einen genau definierten Zeitpunkt.
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Individuelle Planung
Zunächst besprechen wir, welche Untersuchung des Endometriums in Ihrer Situation sinnvoll ist. Der Zeitpunkt der Biopsie wird entsprechend geplant: Untersuchungen auf eine chronische Endometritis beziehungsweise CD138-positive Plasmazellen und das Mikrobiom können grundsätzlich in unterschiedlichen Zyklusphasen erfolgen. Spezielle Untersuchungen wie uterine Killerzellen benötigen dagegen einen gezielt festgelegten Zeitpunkt im Zyklus in der Lutealphase.
Termin vereinbaren -
Entnahme der Gewebeprobe
Über einen dünnen Katheter entnehmen wir eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und wird in der Regel ambulant durchgeführt. Je nach Untersuchung erfolgt die Biopsie beispielsweise in der ersten Zyklushälfte, um den Eisprung herum oder gezielt in der zweiten Zyklushälfte.
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Laboranalyse
Abhängig von der Fragestellung wird die Probe unterschiedlich untersucht. Möglich sind unter anderem die histologische und immunhistochemische Untersuchung auf CD138-positive Plasmazellen, eine molekularbiologische Analyse des endometrialen Mikrobioms oder die Bestimmung uteriner Killerzellen.
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Befundbesprechung
Nach Vorliegen der Ergebnisse besprechen wir den Befund ausführlich mit Ihnen und ordnen ihn gemeinsam mit Ihrer Vorgeschichte und den bisherigen Kinderwunschbehandlungen ein. Gerade bei speziellen endometrialen Untersuchungen ist wichtig, einzelne Laborwerte nicht isoliert zu bewerten.
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Individuelle Behandlung
Bei einer nachgewiesenen chronischen Endometritis kann beispielsweise eine antibiotische Therapie sinnvoll sein. Bei Veränderungen des Mikrobioms oder anderen Auffälligkeiten prüfen wir individuell, ob sich daraus eine therapeutische Konsequenz ergibt. Dabei berücksichtigen wir auch die unterschiedliche wissenschaftliche Evidenz der jeweiligen Behandlung.
Endometriumdiagnostik in München – individuell und evidenzbasiert
Bei speziellen Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut ist nicht nur der Laborbefund entscheidend, sondern vor allem seine Einordnung in Ihre individuelle Kinderwunschgeschichte.
Beratungstermin vereinbaren-
Zeit & Vertrauen
In ruhiger, geschützter Atmosphäre nehmen wir uns ausreichend Zeit für Ihre Fragen und Anliegen – sensibel und auf Augenhöhe, von Frau zu Frau.
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Spezialisierte Erfahrung
Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen mit wiederholtem Implantationsversagen, wiederholten Fehlgeburten und komplexen Kinderwunschverläufen.
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Gezielte Diagnostik
Nicht jede verfügbare Untersuchung ist für jede Patientin sinnvoll. Wir entscheiden individuell, welche Endometriumdiagnostik aufgrund Ihrer Vorgeschichte und bisherigen Befunde einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bieten kann.
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Differenzierte Befundinterpretation
Ob CD138-positive Plasmazellen, endometriales Mikrobiom oder spezielle Zusatzdiagnostik: Wir betrachten Ergebnisse nicht isoliert, sondern gemeinsam mit Ihren bisherigen Behandlungen und weiteren möglichen Ursachen.
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Evidenzbasierte Beratung
Die wissenschaftliche Evidenz ist nicht für alle Untersuchungen des Endometriums gleich. Wir besprechen transparent mit Ihnen, was gut untersucht ist, wo noch wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen und welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus sinnvoll ableiten lassen.
Das sagen unsere Patientinnen und Patienten
Kosten der Endometriumdiagnostik in München
Zusätzlich fallen Kosten der externen Labore an, die die Proben analysieren. Diese Leistungen werden direkt durch das externe Labor mit Ihnen abgerechnet.
Termin vereinbarenKeine Fix- oder Pauschalpreise: Wir rechnen auf der Grundlage der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Gemäß GOÄ dürfen wir Ihnen für medizinische Leistungen keine Fix- oder Pauschalpreise nennen. Die genannten Preise sollen Orientierung geben und sind typisch für die genannten Behandlungen.
Evtl. Umsatzsteuerpflicht: Ärztliche Leistungen können umsatzsteuerpflichtig sein (derzeit 19%). Das trifft zu, falls nach erfolgter Diagnostik keine medizinische Indikation bzw. gesicherte Diagnose vorliegt und es sich deshalb nicht um eine Heilbehandlung im engeren Sinne handelt. Dies kann insbesondere bei Social Freezing Behandlungen der Fall sein, aber auch bei der Behandlung von Single-Mums und gleichgeschlechtlichen Paaren.
Gerne stellen wir Ihnen vorab für die geplante Behandlung detaillierte Kosteninformationen zur Verfügung. So können Sie eine Kostenübernahme durch ihre Private Krankenversicherung (PKV) vorab bestmöglich abklären. Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) erstatten die Kosten in unserem Zentrum nicht.
Häufige Fragen rund zur Endometriumdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch
Was ist eine chronische Endometritis (CE) und welche Rolle spielt sie bei Kinderwunsch?
Eine chronische Endometritis ist eine meist symptomarme oder unbemerkte Entzündung der Gebärmutterschleimhaut. Sie wird mit wiederholtem Implantationsversagen und wiederholten Fehlgeburten in Verbindung gebracht und kann deshalb bei entsprechenden Kinderwunschverläufen als möglicher zusätzlicher Faktor untersucht werden. Da chronische Endometritiden häufig keine typischen Beschwerden verursachen, ist für die Diagnose in der Regel eine gezielte Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut erforderlich
Wie wird eine chronische Endometritis festgestellt?
Zur Diagnostik wird eine kleine Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut entnommen. Im Labor wird diese histologisch und immunhistochemisch untersucht. Besonders wichtig ist dabei der Nachweis von CD138-positiven Plasmazellen, die auf eine chronische Entzündung hinweisen können. Da bislang kein international einheitlicher Grenzwert für die Anzahl der Plasmazellen besteht, sollte das Ergebnis immer gemeinsam mit der Vorgeschichte und den bisherigen Kinderwunschbehandlungen beurteilt werden.
Kann eine chronische Endometritis die Einnistung beeinträchtigen oder Fehlgeburten begünstigen?
Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen chronischer Endometritis und niedrigen Schwangerschafts- bzw. Lebendgeburtraten. Insbesondere bei wiederholtem Implantationsversagen und wiederholten Fehlgeburten wird ihre Bedeutung untersucht. Ob eine chronische Endometritis im individuellen Fall tatsächlich ursächlich für das Ausbleiben einer Schwangerschaft oder eine Fehlgeburt ist, lässt sich jedoch nicht allein anhand des Befundes feststellen
Wie wird eine chronische Endometritis behandelt?
Bei einer klinisch relevanten chronischen Endometritis kann eine antibiotische Behandlung sinnvoll sein. Je nach Ausgangsbefund und individueller Situation kann anschließend eine erneute Endometriumbiopsie erfolgen, um zu überprüfen, ob die Entzündung abgeheilt ist. Studien zeigen teilweise höhere Schwangerschafts- und Lebendgeburtraten nach erfolgreich behandelter chronischer Endometritis; die Datenlage ist jedoch noch heterogen.
Was ist das endometriale Mikrobiom?
Als endometriales Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit der in der Gebärmutter nachweisbaren Mikroorganismen. Studien untersuchen derzeit insbesondere, welche Bedeutung Laktobazillen und andere Bakterien für die Gebärmutterschleimhaut, die Einnistung eines Embryos und den Schwangerschaftsverlauf haben könnten. Anders als beim vaginalen Mikrobiom ist die Bakterienmenge im Endometrium sehr gering, was die Untersuchung und Interpretation besonders anspruchsvoll macht.
Kann ein gestörtes Mikrobiom der Gebärmutter die Einnistung beeinträchtigen?
Einige Studien zeigen Zusammenhänge zwischen bestimmten Veränderungen des endometrialen Mikrobioms und niedrigeren Implantations‑, Schwangerschafts- oder Lebendgeburtenraten. Noch ist jedoch nicht abschließend geklärt, ob diese Veränderungen tatsächlich Ursache einer gestörten Einnistung sind oder lediglich damit zusammenhängen. Auch gibt es bislang keine allgemein anerkannten Grenzwerte dafür, wie ein „optimales“ endometriales Mikrobiom zusammengesetzt sein sollte.
Wann kann ein Mikrobiom-Test bei Kinderwunsch sinnvoll sein?
Die Analyse des endometrialen Mikrobioms gehört nicht zur routinemäßigen Kinderwunschdiagnostik. Bei ausgewählten Patientinnen mit wiederholtem Implantationsversagen, wiederholten Fehlgeburten oder komplexen Kinderwunschverläufen kann sie nach individueller Beratung als ergänzende Untersuchung besprochen werden.
Was sind uterine Killerzellen und welche Bedeutung haben sie bei Kinderwunsch?
Uterine natürliche Killerzellen (uNK-Zellen) sind ein normaler und wichtiger Bestandteil des Immunsystems der Gebärmutterschleimhaut. Sie sind unter anderem an der Einnistung und frühen Entwicklung der Plazenta beteiligt. Ob eine erhöhte Anzahl oder veränderte Aktivität dieser Zellen wiederholtes Implantationsversagen oder Fehlgeburten verursacht, ist bislang nicht eindeutig geklärt.
Wie läuft eine Endometriumbiopsie ab und ist sie schmerzhaft?
Für eine Endometriumbiopsie wird ein dünner Katheter über den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt und eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut entnommen. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und kann ambulant durchgeführt werden. Während der Entnahme können kurzzeitig menstruationsähnliche Schmerzen oder Krämpfe auftreten. Eine Narkose ist in der Regel nicht erforderlich.
Wann im Zyklus wird eine Endometriumbiopsie durchgeführt?
Der optimale Zeitpunkt hängt davon ab, welche Untersuchung des Endometriums geplant ist. Die Untersuchung auf eine chronische Endometritis beziehungsweise CD138-positive Plasmazellen kann grundsätzlich in unterschiedlichen Zyklusphasen erfolgen. Für andere Untersuchungen ist der Zeitpunkt wichtiger: Uterine Killerzellen werden typischerweise in der zweiten Zyklushälfte untersucht. Deshalb planen wir den Zeitpunkt der Biopsie individuell entsprechend der jeweiligen Fragestellung.
Was kostet eine Endometriumdiagnostik und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten hängen davon ab, welche Untersuchungen durchgeführt werden. Neben der Endometriumbiopsie können Kosten für die histologische, immunhistochemische oder molekularbiologische Analyse entstehen – beispielsweise für CD138-positive Plasmazellen, das endometriale Mikrobiom oder uterine Killerzellen. Diese speziellen Untersuchungen gehören in der Regel nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei privaten Krankenversicherungen hängt eine mögliche Erstattung von der medizinischen Indikation und dem individuellen Tarif ab. Über die voraussichtlichen Kosten informieren wir Sie selbstverständlich vor der Untersuchung.