Social Freezing


Social Freezing bedeutet das Einfrieren von Eizellen und seltener Samenzellen aus nicht medizinischen Gründen.

Aus medizinischen Gründen wie beispielsweise aufgrund von Krebserkrankungen, einer geplanten Chemo- oder Bestrahlungstherapie werden schon länger Ei- und Samenzellen eingefroren. Das Verfahren des Einfrierens ist mit der neueren Technik der Vitrifikation immer besser geworden, so dass in den letzten Jahren die Nachfrage nach dem Social Freezing immer mehr steigt.

Die Fruchtbarkeit nimmt im Laufe der Zeit ab. Rein biologisch gesehen ist die optimale Zeit schwanger zu werden in den frühen 20er Jahren. Ab 35 Jahren sind die Chancen auf eine spontane Schwangerschaft auch bei völlig gesunden Paaren, nur noch etwa halb so hoch wie mit Anfang 20. Anfang 40 werden Frauen rein rechnerisch nur in etwa 5 % der Zyklen schwanger. Wenn aus verschiedenen Gründen der Kinderwunsch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden soll, besteht die Möglichkeit die Fruchtbarkeit durch das Social Freezing „einzufrieren“. Das Einfrieren von Eizellen bietet jedoch keine Garantie, den Kinderwunsch zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen. Ich kläre Sie ausführlich über die Vorgehensweise und Chancen, abhängig von aktuellem Alter und Eizellreserve, auf.

Wie bei der IVF/ICSI-Behandlung werden durch eine ca. 10-14 tägige hormonelle Stimulation die Eizellen zum Wachsen angeregt. Das stetige Wachstum der Eibläschen wird mit Ultraschallkontrollen und Blutabnahmen ab ca. dem 7. Stimulationstag kontrolliert. In der Regel dauert die Stimulationsphase 8 – 12 Tage. Wenn die Eibläschen groß genug sind, wird der Tag und die Uhrzeit der Eizellentnahme festgelegt. Eine „Auslösespritze“ (HCG oder ein GnRH-Agonist) löst die letzte Reifung der Eibläschen aus. Kurz bevor die Eibläschen springen (ovulieren) würden, werden die Eizellen in einem kleinen Eingriff aus den Eierstöcken punktiert. Meistens wird für diese Eizellentnahme eine kurze Narkose durchführt. Wenn nur wenige Eizellen heranreifen, ist eine Entnahme auch ohne Narkose möglich. Unter Ultraschallsicht werden mit einer feinen Nadel die Eizellen aus den Eibläschen herausgesaugt und im embryologischen Labor weiterbehandelt. Je nach Eizellreserve, Alter und Stimulationsprotokoll werden ca. 5 – 25 Eizellen gewonnen. Die Eizellen werden im embryologischen Labor beurteilt und mit der Methode der Vitrifikation kryokonserviert. In dem eingefrorenen Zustand können die Eizellen über viele Jahre eingefroren bleiben.

Ihre persönliche Kinderwunschärztin

Frau Dr. med. Corinna Mann

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