Ursachen für Unfruchtbarkeit: Warum gerade ich?


Sie sind nicht allein. Bei jedem 7. Paar erfüllt sich der Kinderwunsch laut Statistik nicht von selbst. Die Ursachen sind vielfältig: Manchmal stecken organische Ursachen dahinter, manchmal ist es der Lebensstil, der zu Unfruchtbarkeit führt. Jeweils zu einem Drittel sind die Gründe beim Mann, bei der Frau und bei beiden zu finden. Woran genau liegt es, wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt?

 

Die häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit bei der Frau:


Typische Ursachen für Unfruchtbarkeit beim Mann:


Gerne klären wir, welche Ursache bei Ihnen vorliegt.

In der Praxis werden Sie stets persönlich betreut. Frau Dr. Mann setzt sowohl auf State-of-the-Art-Medizin als auch auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Die häufigsten Ursachen bei der Frau

Wenn die Hormone verrücktspielen

Eine Beeinträchtigung des weiblichen Hormonhaushalts kann zur Folge haben, dass- keine oder nur sehr selten Eizellen heranreifen- der Eisprung ausbleibt- die Gebärmutterschleimhaut nicht genügend auf die Einnistung eines Embryos vorbereitet ist- der Zervixschleim seine Konsistenz so verändert, dass er Spermien am Aufsteigen in die Gebärmutter hindert

Ein großer Teil der hormonellen Ursachen für Unfruchtbarkeit ist an einem veränderten Zyklus erkennbar. Die Blutungen bleiben ganz aus, kommen zu selten, zu oft, unregelmäßig oder es entstehen Schmier- und Zwischenblutungen. Häufige Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit aufgrund von Hormonstörungen finden Sie im folgenden Text:

  • Schilddrüsenfunktionsstörung

    Schilddrüsenfunktionsstörungen sind vor allem bei jungen Frauen ein häufiger Grund für ungewollte Kinderlosigkeit. Denn die Schilddrüsenhormone beeinflussen den Zyklus, die Fruchtbarkeit und in der Schwangerschaft die Hirnentwicklung des ungeborenen Kindes.

    Schilddrüsenunterfunktion - häufigste Ursache: Hashimoto-Thyreoiditis - Symptome: Müdigkeit, trockene Augen, trockene Haut, Heiserkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme oder Heiserkeit - mögliche Folgen für die Fruchtbarkeit: Zyklusstörungen, verlängerter Zyklus, seltene Blutungen, seltener Eisprung, herabgesetzte Fruchtbarkeit, häufige Fehlgeburten

    Schilddrüsenüberfunktion - Symptome: Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Nervosität, Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Durchfall, starkes Schwitzen, Haarausfall, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung - mögliche Folgen für die Fruchtbarkeit: Zyklusstörungen - häufigste Ursache: Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung)

    Ihre Kinderwunschärztin untersucht die Schilddrüsenhormone und Antikörper vor Ort und arbeitet bei der Behandlung mit renommierten Endokrinologen zusammen.

  • Hyperprolaktinämie

    Hyperprolaktinämie: Erhöhung des Prolaktinspiegels

    - Prolaktin ist das Hormon, das in der Stillzeit die Milchproduktion regelt.
    - mögliche Folge einer Erhöhung des Prolaktinspiegels: ein unregelmäßiger Zyklus, es kommt zu keiner oder nur sehr selten zu einer Eizellreifung. In vielen Zyklen findet kein Eisprung statt

    Ursachen:

    Schilddrüsenunterfunktion, Stress, Medikamente (z. B. einige Neuroleptika, Antidepressiva) und Hypophysenadenom

    Hyperandrogenämie – zu viele männliche Hormone

    - mögliche Folge: fehlendes Heranreifen der Eibläschen und ausbleibender Eisprung
    - häufige Ursache: PCO-Syndrom
    - weitere mögliche Ursache: Androgenitales Syndrom (Stoffwechselkrankheit)
    - seltenere Ursachen: hormonproduzierender Tumor im Eierstock und in der Nebennieren oder selten in anderen Organen

     

  • Gelbkörperhormonmangel

    Gelbkörperhormonmangel

    Das Gelbkörperhormon (Progesteron) ist für die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterhöhle zuständig.

    Symptome:

    Schmierblutungen in der 2. Zyklushälfte, zu kurze 2. Zyklushälfte, Unfruchtbarkeit, Schlafstörungen, u.v.m.


    Mögliche Folge: Probleme bei der Einnistung der Eizelle

  • Weitere Ursachen
    • Chronischer Stress
    • Leistungssport
    • Magersucht

    Mögliche Folgen: Zyklus und Eisprung bleiben aus

     

PCO-Syndrom

Hier liegen viele kleine Eibläschen vor, die nicht heranreifen, und zu viele männliche Geschlechtshormone.

Symptome: Akne, vermehrte Körperbehaarung, Haarausfall und Zyklusstörungen

Mehr über das PCO-Syndrom >>

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Ihre Ärztin

Dr. med. Corinna Mann

Weitere mögliche hormonelle Ursachen:

Eileiterverschluss

Die Eileiter „fangen“ die gesprungene Eizelle auf und transportieren sie mit feinen Flimmerhärchen und Muskelkontraktionen in Richtung Gebärmutter. Die Spermien wiederum werden über die Gebärmutter in den Eileiter gesogen. Die Befruchtung findet im Eileiter statt. Daher ist er nicht nur „Transportschlauch“, sondern muss auch ein optimales Milieu für eine Befruchtung schaffen.

Aber die Eileiter können in Folge von Entzündungen, Infektionen, Operationen oder durch Endometriose verklebt, verschlossen oder verwachsen sein. Dadurch kann der Transport der Eizelle durch den Eileiter stark beeinträchtigt oder sogar unmöglich werden.

Unterleibsentzündungen:

  • -         Häufigste Ursache: Chlamydien (sexuell übertragbare Krankheit)
  • -          Symptome: Verschlossene Eileiter werden nicht bemerkt, da sie keine Schmerzen verursachen.
  • -          Diagnose: Bei einer Routineultraschalluntersuchung kann nicht festgestellt werden, ob die Eileiter verklebt sind. Wenn der Verdacht auf einen Eileiterverschluss besteht, kann dies durch eine Bauchspiegelung oder spezielle Ultraschalluntersuchung mit echoreichem Schaum untersucht werden.

Frühzeitige Wechseljahre

Etwa eine von 100 der unter 40-Jährigen und eine von 1.000 der unter 30-Jährigen sind betroffen. Wenn die Eizellreserve aufgebraucht ist, fängt die Menopause bereits vor 40 Jahren an. Es gibt keine körperlichen Anzeichen oder „Warnsymptome“, bis der Zyklus ausbleibt. Daher kommt die Diagnose oft zu spät. Manchmal erst, wenn nach den Gründen für die Unfruchtbarkeit gesucht wird.

Mehr Informationen über frühzeitige Wechseljahre (POF) >> 

 

Endometriose

Häufig ist es ein langer Weg, bis die Diagnose gestellt wird. Endometriose beeinflusst die Fruchtbarkeit auf vielfältig Art und Weise und ist eine mögliche Ursache für Sterilität. So wirkt sie sich auf die Eizellen und die Eizellreserve, auf die Eileiterdurchgängigkeit und -funktion aus.

Mehr erfahren Sie auf der Unterseite „Endometriose“ >>

Myome

Myome sind gutartige Knoten in der Gebärmutter, die sehr häufig vorkommen. Fast jede 3. bis 4. Frau über 35 Jahre hat Myome. Die meisten Myome beeinflussen die Chance schwanger zu werden nicht. Denn sie gefährden nur das Einnisten des Embryos, wenn sie sich in der Wand der Gebärmutter oder direkt in der Gebärmutterhöhle befinden. Je nach Größe können sie mit einer kleinen minimalinvasiven Operation entfernt werden.

Gebärmutterfehlbildung

Manche Frauen werden trotz regelmäßigem Eisprung und offenen Eileitern nicht schwanger. Das kann an einer Gebärmutterfehlbildung liegen. Normalerweise bildet die Gebärmutter eine glatte Höhle, die mit Schleimhaut ausgekleidet ist, in der der Embryo heranwachsen kann. Bei 1 - 4 % aller Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch liegt jedoch eine Fehlbildung der Gebärmutter vor.

Es gibt verschiedene Fehlbildungen. Die mildeste Variante einer Formveränderung ist der sogenannte Uterus arcuatus. Sie wird auch als herzförmige Gebärmutter bezeichnet, da nur eine kleine Einbuchtung im oberen Teil vorliegt hat und die Gebärmutter somit „herzförmig“ erscheint. Sie scheint keinen Einfluss auf Fehlgeburten und Fruchtbarkeit zu haben. Die häufigste Variante ist eine Trennwand in der Mitte der Gebärmutter, ein sogenanntes Septum (Uterus septus). Es kann unterschiedlich lang und dick sein. Sie kann zu einer Einschränkung der Fruchtbarkeit oder auch zu vermehrten Fehlgeburten führen.

Viele der möglichen Veränderungen können heute operativ so behandelt werden, dass anschließend eine normale Schwangerschaft möglich ist. Die Diagnose kann durch ein hochauflösendes 2-D-Gerät oder noch präziser mit einem 3-D-Gerät gestellt werden.

Polypen

Polypen in der Gebärmutter sind gutartige und in der Regel harmlose Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Manchmal bluten sie mit der Regel ab, manchmal müssen sie durch einen kleinen Eingriff entfernt werden.

Die Ursachen sind noch nicht ganz geklärt, wahrscheinlich liegt ein Grund im Ungleichgewicht zwischen den beiden weiblichen Geschlechtshormonen Gestagen und Östrogen vor. Wir nutzen für die Diagnose den hochauflösenden 3-D-Ultraschall. Sind die Polypen klein, liegt meist keine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit vor. Wenn sie jedoch sehr groß sind oder an einer ungünstigen Stelle liegen, können sie die Einnistung gefährden.

Lebensstil: Übergewicht, Rauchen und Umwelteinflüsse

Was die Fruchtbarkeit reduziert:

  • Rauchen
  • Übermäßig hoher Kaffee- und Alkoholkonsum
  • Übergewicht (BMI > 29)
  • Untergewicht (BMI < 19)
  • BPA (Chemikalie), Phtalate (Weichmacher) und Pestizide

Alter

Mit dem Alter nimmt die Eizellqualität ab und damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ab. Gleichzeitig steigt die Fehlgeburtenrate. Bereits ab 35 Jahren ist die Fruchtbarkeit eingeschränkt. Aber es sind trotzdem noch viele gesunde Schwangerschaften möglich!

Wann eine Frau zum Arzt sollte, um die Ursache der Unfruchtbarkeit herauszufinden, hängt vom Alter ab. Ab 33 Jahren sollten Frauen nur sechs Monate warten, bevor sie eine Arztpraxis zur weiteren Abklärung aufsuchen. 12 Monate haben Frauen Zeit, die zwischen 28 und 34 Jahre alt sind.

 

Typische Ursachen beim Mann

Ursachen für eine Einschränkung der männlichen Fruchtbarkeit gibt es viele. Für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle ist auf der männlichen Seite eine normale Spermienbildung im Hoden, ein ungestörter Spermientransport durch die Samenleiter und schließlich eine intakte sexuelle Funktion mit Erektion und Ejakulation notwendig.

Ein Spermiogramm zeigt, ob Menge, Form und oder Beweglichkeit eingeschränkt sind.

Häufig wird keine eindeutige Ursache gefunden. Einige mögliche Gründe werden im Folgenden aufgeführt.

Infektionen
  • - Mumps oder andere Infektionen in der Kindheit
  • - aktuelle, teils unbemerkte bakterielle Infektionen
  • - bakterielle Entzündungen der Hoden, Nebenhoden oder Prostata
Hodenhochstand in der Kindheit (Kryptorchismus)

Keine oder eine zu späte Operation führt dazu, dass der Hoden über eine längere Zeit einer zu hohen Temperatur im Körper ausgesetzt ist. Die erhöhte Temperatur schränkt die Spermien dauerhaft in ihrer Qualität ein.

Gestörter Spermientransport (häufige Ursache für Unfruchtbarkeit)
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  • - Keine Samen im Ejakulat
  • - Es werden genug Samen gebildet, aber die Samenleiter sind blockiert und die Samen gelangen nicht ins Ejakulat.
  • Ursachen: frühere Entzündungen des Nebenhodens oder der Prostata, Verletzungen (z. B. durch Leistenbruch), infektiöse Geschlechtskrankheiten, Mukoviszidose oder angeborene Fehlbildungen
Lebensstil
  • -Rauchen kann zu männlicher Unfruchtbarkeit führen und beeinflusst die Gesundheit der ungeborenen Kinder.
  • - Alkohol
  • - Heiße Bäder
  • - Langes Radfahren
  • - Wie sehr Umweltfaktoren wie Pflanzengifte und Medikamente die Fruchtbarkeit beeinflussen, wird immer in vielen Studien deutlicher.
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Genetische Ursachen
  • - Klinefelter-Syndrom: Dies ist die häufigste bekannte genetische Ursache. Hier ist ein zusätzliches X-Chromosom vorhanden. Samen- und Hormonproduktion in den Hoden sind oft bereits in oder kurz nach der Pubertät stark eingeschränkt.
  • - AZF (Azoospermiefaktor) Deletion: Verlust von Information auf dem Y-Chromosom
Alter

Die Auswirkungen des Alters auf die Fruchtbarkeit sind bei Männern nicht so ausgeprägt wie bei Frauen. Männer können also noch bis ins höhere Alter Kinder zeugen. Allerdings gibt es viele neuere Untersuchungen, die zeigen, dass die Spermienqualität und die Schwangerschaftschance der Partnerin mit zunehmendem Alter abnehmen

Hormonstörungen
  • - Hormonelle Erkrankungen der Schilddrüse
  • - Prolaktinom (gutartiger Tumor im Gehirn)
  • - Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse
Erektionsstörung
  • - Keine Erektion, es ist kein oder nur sehr selten Verkehr möglich
  • - Vielfältige Ursachen
  • - zunächst Ursachen durch einen Urologen abklären lassen
  • - manchmal stecken auch psychosomatische Ursachen hinter einer Erektionsstörung
Varikozele

Eine Krampfader am Hoden kann zu einer Erwärmung des Hodens und zu einer Einschränkung der Samenproduktion führen. Im Einzelfall muss entschieden werden, ob eine Operation sinnvoll ist und ob hierdurch die Samenqualität verbessert werden kann.

Nach Bestrahlungen oder Chemotherapien bei Tumorerkrankungen
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  • Durch Bestrahlungen und Chemotherapien können die Spermien temporär oder dauerhaft in ihrer Produktion gestört sein

Sie möchten abklären, welche Ursachen bei Ihnen vorliegen, weil es mit der Schwangerschaft schon seit einiger Zeit nicht klappt?

Gerne kümmert sich Frau Dr. Mann um Sie. Die Frauenärztin mit Schwerpunkt Reproduktionsmedizin hat ein eigenes Hormonlabor, damit die Ergebnisse schnell vorliegen. Die Praxis ist dank zentraler Lage gut erreichbar und auch abends geöffnet. Sie erreichen Frau Dr. Mann unter 089/123 595 65 oder unter hallo@kinderwunschaerztin.de. Frau Dr. Mann und ihr Team freuen sich auf Sie!

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