Fruchtbarkeit testen lassen – Wie funktioniert das?


Nur wenn die korrekte Ursache gefunden wird, ist eine erfolgversprechende Therapie möglich. Wir sind auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und nehmen uns gerne Zeit für ein persönliches Gespräch. Wir haben ein eigenes Hormonlabor, deshalb stehen die Ergebnisse schnell zur Verfügung. Die Kinderwunschärztin Frau Dr. Mann möchte es Ihnen so einfach wie möglich machen. Deshalb bieten wir Sprechstunden am frühen Morgen und am Abend an, und ist bei Fragen auch kurzfristig per E-Mail erreichbar.

Wie lässt sich die Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern testen? Um Ihnen einen ersten Eindruck zu geben, wie die Diagnostik in vielen Fällen abläuft, können Sie sich an folgender Übersicht orientieren:

 

1. Schritt: Basis-Untersuchung – Wie ist die Ausgangslage?

Im ersten Gespräch mit Frau Dr. Mann haben Sie viel Zeit, um Ihre Situation in Ruhe zu erklären. Wie lange wünschen Sie sich bereits ein Kind und was haben Sie bereits selbst unternommen? Um eventuelle Hormonstörungen zu erkennen, ist Ihr Zyklus relevant. Ist er regelmäßig, gibt es Zwischenblutungen oder haben Sie Schmerzen während der Regel? Mögliche gynäkologische und andere Vorerkrankungen sowie Voroperationen und Medikamente sind ebenfalls wichtig. Wir klären außerdem Fragen zur Ernährung und Nahrungsergänzung. Frau Dr. Mann möchte auch mehr über Ihre persönliche Situation erfahren, um genau einschätzen zu können, welche Begleitumstände vorliegen. Vielleicht haben Sie gerade viel Stress und stehen vor besonderen Herausforderungen in Ihrem Job?

Dann findet eine genaue gynäkologische Untersuchung statt, die bereits Hinweise auf Endometriose, Myome oder Eierstockzysten geben kann. Manchmal sind erste Anzeichen auch bei der jährlichen Untersuchung bei der Frauenärztin aufgetaucht, die nun mittels Ultraschall weiter abgeklärt werden können.

Die genaue Basisultraschalluntersuchung stellt die weiblichen Geschlechtsorgane dar. So können die Lage und Größe der Gebärmutter beurteilt und die Gebärmutterhöhle auf mögliche Einnistungshindernisse untersucht werden. In den Eierstöcken können Zysten und andere Veränderungen erkannt werden.

Des Weiteren können mit der Ultraschalluntersuchung die Gebärmutterschleimhaut beurteilt und die Eibläschen im Eierstock gemessen werden, um die Eizellreserve und die Fruchtbarkeit zu testen. Wir nutzen eine moderne hochauflösende 3-D-Ultraschalltechnik, mit der die Gebärmutterhöhle noch besser untersucht werden kann.

2. Schritt: Hormonuntersuchung – Sind die Hormone aus der Balance geraten?

Um die natürliche Empfängnis zu unterstützen, findet zu Beginn eine gründliche Zyklusdiagnostik statt. Manchmal kann der Kinderwunsch bereits durch einfache Maßnahmen der Zyklusoptimierung erfüllt werden. Wenn Sie bereits Ihr Frauenarzt untersucht hat, werden in der Kinderwunschpraxis nur die notwendigen ergänzenden Untersuchungen durchgeführt.

Der weibliche Zyklus ist ein komplexer Vorgang, der auf einem feinen Zusammenspiel unterschiedlicher Hormone beruht. Hormonstörungen sind häufig die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Deshalb ist es sinnvoll, den Hormonspiegel zu testen.

Wir haben ein eigenes Hormonlabor, so dass die Ergebnisse des Fruchtbarkeitstests schnell parat sind. Dort werden mögliche hormonelle Veränderungen und bestimmt die Eizellreserve anhand von Hormonwerten, die zusammen mit der Untersuchung im Ultraschall eine gute Auskunft über die Eizellreserve geben, erkannt. Neben den weiblichen Hormonen können auch weitere Hormonveränderungen, zum Beispiel der Schilddrüse oder Nebennierenrinde die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Je nach Hormonen finden die Untersuchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten statt. Die Basisuntersuchung aller relevanten Hormone erfolgt zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag. Während einer Zykluskontrolle, hormonellen Stimulation und Kinderwunschbehandlung werden in der ersten Zyklushälfte ab der zweiten Woche alle zwei bis drei Tage ausgewählte Hormone kontrolliert, um den Eisprung zu bestimmen. Der Gelbkörperwert wird zu einem bestimmten Tag nach dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte bestimmt.

3. Schritt: Spermiogramm – Wie hoch ist die Spermienqualität?

Männer untersucht der Urologe oder Androloge. Wenn Sie noch keinen Urologen haben, geben wir Ihnen gerne Empfehlungen zu Fachärzten aus unserem Netzwerk. Neben einer ausführlichen Anamnese zu Lebensumständen, Vorerkrankungen, Ernährung und beruflicher Situation findet eine körperliche Untersuchung statt. Häufig werden auch Blutanalysen und Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt, um die Fruchtbarkeit zu testen.

Die wichtigste Untersuchung, um die Spermienqualität zu testen, ist das Spermiogramm. Wir führen die Samenanalyse standardisiert nach den Qualitätsanforderungen der Weltgesundheitsorganisation durch. Es gibt ständige interne und externe Qualitätskontrollen. So nimmt die Praxis an der QuaDeGA teil (Qualitätskontrolle der Deutschen Gesellschaft für Andrologie).

 

Sie können die Spermaproben von zu Hause (in einem von uns bereitgestellten Becher) mitbringen, wenn der Anfahrtsweg maximal 45 Minuten beträgt und die Probe körperwarm transportiert wird. Alternativ können Sie die Probe in unserem schön gestalteten Andrologieraum abgeben, der Ihnen ein hohes Maß an Privatsphäre gibt. Die Untersuchung erfolgt optimalerweise nach etwa zwei- bis fünftägiger sexueller Enthaltsamkeit.

Die Zeugungsfähigkeit wird hauptsächlich anhand der Anzahl, der Beweglichkeit und der Form der Samenzellen geprüft. Da die Qualität der Samen und somit die Ergebnisse des Spermientests von Natur aus stark schwankt, wird empfohlen mindestens 2 Spermiogramme im Abstand von 4 – 6 Wochen durchzuführen, um die Fruchtbarkeit präzise zu testen.

4. Schritt: HyCoSy – Sind die Eileiter verschlossen?

Verschlossene oder nicht funktionstüchtige Eileiter sind bei rund jedem 4. bis 5. Paar mit unerfülltem Kinderwunsch die Ursache für die bisherige Kinderlosigkeit.
Mit der HyCoSy (Hysterokontrastsonografie) können wir mit Hilfe von Ultraschall die Durchgängigkeit der Eileiter prüfen.

Anhand eines natürlichen echoreichen Schaums beurteilt sie die Gebärmutterhöhle und die Eileiter. Mit einer 3-D-Ultraschalluntersuchung können die Eileiter und der Verlauf der Eileiter genauer dargestellt werden als mit der herkömmlichen 2-D-Untersuchung.

Diese sanfte Untersuchungsmethode ist deutlich angenehmer als das früher häufig durchgeführte Eileiterröntgen (HSG). Des Weiteren entfällt die Strahlenbelastung des Röntgens. Im Gegensatz zur operativen Bauchspiegelung ist die HyCoSy-Untersuchung nicht invasiv. Sie brauchen keine Narkose.

Wie läuft die HyCoSy Untersuchung ab?

Zunächst wird der Gebärmutterhals wie bei der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt dargestellt. Nach gründlicher Desinfektion führt Frau Dr. Mann vorsichtig einen dünnen Katheter in den Gebärmutterhals ein. Durch Ultraschallkontrolle wird die korrekte Lage überprüft und der echoreiche Schaum wird vorsichtig in die Gebärmutterhöhle gespült. Unter Ultraschallsicht kann Frau Dr. Mann so kontrollieren, ob die Eileiter auf beiden Seiten für den Schaum durchgängig sind. Die Untersuchung können Sie auf dem Ultraschallmonitor mitverfolgen.

Häufig werden durch das Durchspülen auch kleinere Verklebungen in den Eileitern gelöst und die Eileiter werden so besser durchgängig - sowohl für die Spermien als auch für den Embryo. Die Chance, schwanger zu werden, ist nach einer Eileiterspülung oft höher.

Eine Bauchspiegelung wiederum kann sinnvoll sein, wenn ein Verdacht auf Verwachsungen oder Verklebungen besteht. Das gilt auch bei weiteren Auffälligkeiten oder bei einem Verdacht auf Endometriose.

Weitere Fruchtbarkeitstests bei speziellen Fragestellungen

Hydrosonographie – Verwachsungen erkennen

Durch das vorsichtige Einspülen einer Kochsalzlösung wird die Gebärmutterhöhle dargestellt. 3-D-Untralschall ermöglicht eine präzise Bildgebung. So können mögliche Einnistungshindernisse wie Polypen oder Myome dreidimensional noch besser beurteilt werden.

Postkoitaltest – Versperrt das Sekret im Gebärmutterhals den Spermien den Weg?

Der so genannte Postkoitaltest nach Sims-Huhner untersucht, ob die Spermien durch das Sekret im Gebärmutterhals in die Eileiter aufsteigen können. In manchen Fällen liegt eine erhöhte Zähigkeit des Zervixschleims im Gebärmutterhals vor und die Spermien können nicht oder nur eingeschränkt das Sekret passieren.

Der Test hat jedoch nur einebedingte Aussagekraft, da er je nach Untersucher teilweise unterschiedlich interpretiert wird. Bei verminderter Durchlässigkeit des Zervixsekrets ist die richtige Behandlung eine Insemination, um die Spermien über das zähe Sekret hinweg in die Gebärmutterhöhle zu spülen.
Einige Tage vor dem vermuteten Eisprung findet eine Ultraschalluntersuchung statt. Sie zeigt, ob ein Eibläschen von mindestens 15 bis 16 mm vorhanden ist. Danach kann der Eisprung zu Hause oder in der Praxis im Vorfeld bestimmt werden. An dem Abend vor dem vorherbestimmten Eisprung sollte Geschlechtsverkehr stattfinden. Am nächsten Tag wird in der Praxis mit einem weichen Katheter etwas Sekret aus dem Gebärmutterhals gewonnen und unter dem Mikroskop auf bewegliche Spermien untersucht.

Spezielle Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut bei bislang erfolgloser IVF/ICSI

Manche Frauen werden trotz mehrfachen Transfers von Embryonen guter Qualität im Rahmen einer IVF/ICSI-Behandlung nicht schwanger. Dies bezeichnet man als „wiederholtes Einnistungsversagen“. Der Vorgang der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter ist ein hochkomplexer Vorgang, der immer noch nicht vollständig verstanden ist.

Es gibt viele mögliche Ursachen für dieses Problem. Unter anderem kann die Gebärmutterschleimhaut untersucht werden. Neben der Messung der Dicke und der Struktur im Ultraschall kann sie mittlerweile auch molekulargenetisch beurteilt werden.


Die Empfängnisbereitschaft bestimmen (ERA-Test):

Die Gebärmutterschleimhaut verändert sich stetig im Zyklusverlauf. Nach der Monatsblutung baut sich die Gebärmutterschleimhaut langsam wieder auf. Nach dem Eisprung verändert sich die Struktur und die Gebärmutterschleimhaut wird empfänglich für den Embryo, aber scheinbar nur für ein gewisses Zeitfenster. Diese Dauer der möglichen Einnistung nennt man Implantationsfenster. Es scheint unterschiedlich lang und bei manchen Frauen „verschoben“ zu sein, so dass nur für einen kurzen Zeitraum oder manchmal auch gar keine Einnistung möglich ist. Wenn das Implantationsfenster geschlossen ist, ist in diesem Zyklus keine Einnistung eines Embryos mehr möglich. Die Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und somit der richtige Zeitpunkt für die Einnistung können molekulargenetisch untersucht werden.

Dafür nutzt Frau Dr. Mann einen dünnen Katheter. Viele Patientinnen berichten bei dieser Untersuchung von einem leichten „Ziehen im Unterbauch“ ähnlich wie bei der Periodenblutung. Die Probenentnahme dauert nur wenige Sekunden, es ist keine Narkose notwendig. Sobald die Auswertung vorliegt, besprechen wir das Ergebnis mit Ihnen und planen den neuen Embryotransferzeitpunkt.


Chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut:
Eine weitere Ursache für ein Einnistungsversagen oder auch für wiederholte Fehlgeburten kann eine chronische Endometritis sein. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut. Sie verläuft meistens asymptomatisch oder mit nur milden unspezifischen Beschwerden wie Ausfluss, chronischen Unterbauchschmerzen oder vereinzelten Blutungen.

Plasmazellen lassen eine chronische Endometritis vermuten, deshalb werden auch sie untersucht. Jedoch gibt es bislang keine einheitliche internationale Definition, ab wie vielen Plasmazellen eine chronische Endometritis vorliegt.

Ihre persönliche Therapie

Mit Ihnen gemeinsam bestimmen wir, was Ihr nächster Schritt auf dem Weg vom Kinderwunsch zum Wunschkind ist. Es gibt viele verschiedene Behandlungen. Wir bieten Ihnen alle gängigen Therapiemöglichkeiten an und raten in der Regel zu einem schrittweisen Vorgehen. So werden erst sanfte Verfahren ausgeschöpft, bevor invasivere Methoden zum Einsatz kommen.

Sie möchten Ihre Fruchtbarkeit testen lassen? Gerne können Sie zu einem Erstgespräch oder für weitere Kinderwunsch-Untersuchungen vorbeikommen. Sie erreichen uns unter 089/123 595 65 oder unter hallo@kinderwunschaerztin.de. Frau Dr. Mann und ihr Team freuen sich auf Sie!

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