IVF und ICSI München

HyCoSy - Eileiterdurchgängigkeitsprüfung in München

14. Februar 2022 von Dr. med. Corinna Mann

Für einen unerfüllten Kinderwunsch kommen mehrere Ursachen infrage. Eine davon sind verklebte oder verschlossene Eileiter. Die Eileiter sind die Verbindung zwischen Eierstock und Gebärmutter. Die Fimbrien am Ende des Eileiters fangen das gesprungene Ei auf und leiten es in die Eileiter. Hier wird das Ei durch feine Härchen in die Gebärmutter transportiert. Die Spermien schwimmen durch die Gebärmutter in den Eileiter und befruchten hier die Eizelle. Die befruchtete Eizelle wandert dann im Verlauf der nächsten Tage weiter in die Gebärmutter.

Wenn die Eileiter verschlossen sind, wird die Befruchtung der Eizelle durch die Spermien verhindert und der Weg des Embryos in die Gebärmutterhöhle blockiert. Eine kurze, schonende Untersuchung in unserem Kinderwunschzentrum in München gibt Patientinnen Aufschluss über die Eileiterdurchgängigkeit. Dabei kann die so genannte Hysterokontrastsonografie (HyCoSy) nicht nur abklären, ob die Eileiter durchgängig sind, sondern kann gleichzeitig auch der Spülung dienen. Einige Studien zeigen, dass wenn die Eileiter intakt und frei durchgängig sind, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft nach der HyCoSy Untersuchung in den nächsten Monaten höher ist.

Inhalt:

Ursachen für verschlossene Eileiter

Der Verschluss oder eine Verklebung der Eileiter wird oft durch eine Infektion mit Chlamydien oder Gonokokken ausgelöst. Diese Infektionen sind häufig symptomarm und werden daher nicht oder erst spät bemerkt. Auch eine aufsteigende Scheidenentzündung kann eine Ursache darstellen. Ist die Infektion bzw. Entzündung im Eileiter angelangt, kann dieser verkleben oder sich ganz verschließen.

Verschlossene oder verklebte Eileiter sind zudem eine häufige Begleiterscheinung der Endometriose. Die für eine Endometriose typischen Entzündungsherde können die Eileiter nach und nach verkleben. Weitere Risikofaktoren sind Verwachsungen nach vorangegangenen Bauchoperationen und Bauchspiegelungen, wie z.B. nach einer Blinddarmoperation. Darüber hinaus ist eine vorangegangene Eileiterschwangerschaft ein Risiko für einen später verschlossenen Eileiter sorgen.

Eine präzise, aber sanfte Eileitdurchgängigkeitsprüfung schafft Gewissheit.

Ablauf einer HyCoSy - Ultraschallkontrastuntersuchung

In unserer Praxis wenden wir in der Diagnostik wann immer möglich das HyCoSy-Verfahren an. Es handelt sich hierbei um eine sehr schonende, sanfte, aber präzise Methode der Eileiteruntersuchung. HyCoSy steht für Hysterokontrastsonografie. Es handelt sich dabei um eine Untersuchung, die vorrangig die Durchgängigkeit der Eierstöcke untersucht.

Die beste Phase für einen Eileiterdurchgängigkeitsprüfung ist nach Ende der Monatsblutung bis kurz vor dem Eisprung, meistens der ca. 6. – 12. Zyklustag. Unsere Ärzte führen für die Untersuchung einen dünnen Katheter vorsichtig über den Muttermund in den Gebärmutterhals ein. Eine Narkose ist hierfür nicht notwendig. Mittels Ultraschall wird der Sitz des Katheters überprüft. Im Anschluss spritzt die Gynäkologin einen speziellen echoreichen Schaum in die Gebärmutter.

Dieser Schaum dient als Kontrast und wird auf Zuckerbasis (Cellulose) hergestellt. Der Schaum (EXEM® FOAM) ist sicher und bereits vielfach erprobt. Der Schaum fließt nun die Eileiter entlang und tritt bei durchgängigen, gesunden Eileitern an den Eierstöcken wieder aus. Gerne können Patientinnen die gesamte Untersuchung am Ultraschall-Monitor mit verfolgen. Kleine Verklebungen werden bei diesem Prozess direkt mit weggespült. Die Behandlung dauert etwa 15 – 20 Minuten.

hycosy München Kinderwunsch Eileiterdurchgängigkeitsprüfung

Gut zu wissen:

Wir bieten die Untersuchung auch neuen Patientinnen an. Unser Ziel ist es, auch Frauen eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung zu ermöglichen, die bisher noch nicht Patientin in unserer Münchner Praxis sind.

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Dr. med. Corinna Mann

Jetzt anrufen: 089 123 59 565

Risiken einer Eileiterdurchgängigkeitsprüfung

In unserer Praxis in München arbeiten wir unter hohen Hygienestandards und machen die HyCoSy für unsere Patientinnen damit sehr sicher. Eine Hysterokontrastsonografie ist die schonendste Methode, die Eileiter zu untersuchen. Da es sich bei dieser Untersuchung um eine nicht-invasive, schmerzarme Methode handelt, sind Risiken und Nebenwirkungen gering. Lediglich eine sehr kurze, leichte Blutung sowie leichte Bauchkrämpfe können in manchen Fällen kurz nach der Untersuchung auftreten.

Bauchspiegelung & Eileiterröntgen

Das Eileiterröntgen funktioniert ähnliche wie die Hysterokontrastsonografie. Auch hierbei wird ein Katheter in die Gebärmutter eingebracht. Das Kontrastmittel tritt auch hier im besten Fall an den Eierstöcken wieder aus. Ist dies nicht der Fall, ist der Eileiter verklebt oder ganz verschlossen. In diesen Fällen können durch das Kontrastmittel Schmerzen entstehen. Hinzukommt, dass mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt werden müssen, die mit einer Strahlenbelastung einhergehen. Diese Methode wird kaum noch durchgeführt.

Die Bauchspiegelung - auch Laparoskopie - ist vor allem sinnvoll, wenn bereits der Verdacht auf Verwachsungen aufgrund einer Endometriose besteht oder andere Gründe für eine OP, wie beispielsweise Zysten oder Myome bestehen. Bei dieser minimalinvasiven OP wird der Bauchraum begutachtet. Hierfür sind zwei bis drei kleine Schnitte notwendig, die jedoch nur wenige Zentimeter breit sind. Verwachsungen rund um die Eierstöcke können im Rahmen einer Bauchspiegelung oftmals gelöst werden. Wenn eine OP notwendig sein sollte, arbeiten wir sehr eng mit erfahrenen Operateuren zusammen, die das ganze Spektrum der gynäkologischen Operationen anbieten. Damit spielt die Bauchspiegelung eine wichtige Rolle in der Diagnostik. Der Eingriff wird unter Narkose durchgeführt.

Eizellen einfrieren in münchen

Undurchlässige Eileiter - was nun?

Fällt eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung negativ aus, bedeutet dies nicht, dass Ihr Kinderwunsch unerfüllt bleiben muss. In unserer Kinderwunsch-Praxis in München beraten wir Paare dann zu Alternativen, um schwanger zu werden und besprechen gemeinsam die nächsten Schritte.

Frauen mit Kinderwunsch, deren Eileiter verschlossen sind, haben wenig Chancen, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, da Eizelle und Spermium nicht zueinander finden können. Ist nur ein Eileiter betroffen, kann die Patientin jedoch nach wie vor schwanger werden - auch wenn es etwas länger bis zum eignen Kind dauert. In unserer Praxis können wir nach der HyCoSy direkt eine Insemination durchführen. Da die gespülten Eileiter die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erhöhen, kann vielen Paaren so auf unkompliziertem Wege der Kinderwunsch erfüllt werden.

IVF – künstliche Befruchtung

Eine operative Wiederherstellung der Eileiter ist selten erfolgsversprechend. Die OP ist sehr aufwändig und es bleiben Narben rund um die empfindlichen Eileiter zurück. Läuft die Eizellreifung bei der betroffenen Frau ganz normal ab, raten wir in den meisten Fällen zu einer IVF - einer In-vitro-Fertilisation. Dabei wird die Eizelle in einem Reagenzglas befruchtet. Anschließend wird die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Patientin zurückgegeben. Dies kann in einem stimulierten oder im natürlichen Zyklus erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit, den Kinderwunsch auf diese Weise zu erfüllen, liegt höher als nach einer OP der Eierstöcke.

 

Eileiterdurchgängigkeitsprüfung: Kosten in unserer Praxis

Bei Fragen zur Eileiteruntersuchung oder dem Wunsch nach einer Beratung sind wir in München gerne für Sie da. Unsere Ärztinnen sind erfahrene Expertinnen rund um das Thema Kinderwunsch und ungewollte Kinderlosigkeit. Bei uns dürfen Sie sich auf viel Empathie, moderne Diagnostik und sichere Behandlungen freuen.

“Ich kann Frau Dr. Mann wärmstens empfehlen, sie war immer sehr einfühlsam und andererseits extrem professionell und versiert.”

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Anna Schwarze


Eileiteruntersuchung mit Hydrosonographie (HyCoSy):

€250.00

Zusätzlich fallen Kosten für einen Kontrastschaum an, die Sie direkt über Ihre Apotheke beziehen. auch für Neupatienten
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Bildquellen:
Ultraschallgerät: Ultrasound Probes von dariolopresti