Schwanger werden nach einer Fehlgeburt:
Was Sie wissen müssen


Fehlgeburten kommen sehr viel häufiger vor als man denkt. Viele Frauen fragen sich, wie es nach dem Abort um eine weitere Schwangerschaft steht. Wir begleiten Sie gerne und gehen mit Ihnen den nächsten Schritt vom Kinderwunsch zum Wunschkind.

Ungefähr 10 bis 15 Prozent aller klinischen Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. Würden alle ganz frühen Schwangerschaftswochen berücksichtigt, würde die Zahl auf geschätzte 50 Prozent hochklettern. In diesen Fällen ist die Fehlgeburt oft unbemerkt. Ab zwei bzw. drei Fehlgeburten spricht man von einem habituellen Abort (wiederholte Fehlgeburt). In 30 % der Fälle sind Einnistungsstörungen des Embryos die Ursache. 70 % nisten sich also ein und führen zu einem positiven Schwangerschaftstest. Aber auch ein großer Teil dieser Embryonen geht im Verlauf verloren. Wir erklären Ihnen im Folgenden, woran es liegen kann.

Warum gerade ich?

Es gibt eine Reihe von Ursachen für wiederholte Fehlgeburten:

  • Hormonelle Ursachen

    Es gibt eine Reihe hormoneller Störungen, die für eine Fehlgeburt verantwortlich sein können. Eine beeinträchtige Gelbkörperphase, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Eizellreifungsstörungen oder das PCO-Syndrom können Ursachen für wiederholte Fehlgeburten sein. Dank eigenem Hormonlabor kommen wir dem Problem schnell auf die Spur.

  • Genetische Ursachen

    Viele Fehlgeburten, insbesondere im frühen Stadium, beruhen auf einem „Schutzmechanismus“ der Natur. Schwangerschaften mit genetischen Veränderungen, die nicht zu einem lebenden Kind führen würden, beendet der Körper oft frühzeitig. Häufig handelt es sich dabei um zufällige Fehler in einzelnen Genen oder in der Anzahl oder der Struktur einzelner Chromosomen. Fehlverteilungen von Chromosomen nehmen im Laufe des Alters zu und sind bei 40-jährigen Frauen deutlich höher als bei 25-jährigen. In etwa 3 – 4 % der Fälle liegen aber auch bei den Eltern genetische Veränderungen vor. Obwohl sie komplett gesund sind, kann dieser Umstand zu wiederholten Fehlgeburten führen. Die genetischen Veränderungen bei den Eltern können mit einer Blutabnahme untersucht werden. Wir kooperieren mit einem genetischen Institut zur genetischen Diagnostik und Beratung.

  • Anatomische Ursachen

    Anatomische Ursachen, wie bisher nicht erkannte Fehlbildungen der Gebärmutter oder Verwachsungen in der Gebärmutter nach Operationen oder vorangegangenen Fehlgeburten: Wir nutzen einen 3-D-Ultraschall, der eine besonders gute Darstellung der anatomischen Strukturen ermöglicht.

  • Immunologische Ursachen

    In einigen Fällen greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an. Manchmal sehen die Abwehrkräfte der Frau auch vom Vater vererbte Gewebeeigenschaften als fremd an und stoßen sie ab. Wir schicken eine Blutprobe in ein Speziallabor und besprechen die Ergebnisse mit Ihnen.

  • Thrombophilie (Störung der Blutgerinnung)

    Die Gerinnungsstörung „Faktor-V-Leiden-Mutation“ ist meist angeboren und führt zu einer Neigung zu Gefäßverschlüssen. Mögliche Folge: Mikrothrombosen in der Plazenta führen dazu, dass sich der Embryo nicht richtig einnisten kann oder nicht gut versorgt wird. Wir lassen Ihr Blut in einem Speziallabor untersuchen, um zu prüfen, ob Sie unter einer Thrombophilie leiden.

  • Infektionen

    Bakteriengifte können den Fötus schädigen. Außerdem können fieberhafte Infektionen wehenähnliche Kontrakationen auslösen. Wir führen Abstrichuntersuchungen durch, um mögliche Erreger zu finden.

  • Idiopathisch

    Trotz gründlicher Untersuchungen ist bei den betroffenen Paaren kein Grund zu finden. Das kommt leider häufig vor!

Tender Loving Care: Raum für Trauer und Hoffnung

Wir wissen, dass eine Fehlgeburt ein tiefgreifendes Ereignis im Leben einer Frau ist. Sie brauchen Zeit, das Erlebte zu verdauen. Vielleicht auch ein offenes Ohr, um über Ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. Wir sind froh, dass wir uns in unserer kleinen Kinderwunsch-Praxis genug Zeit für Sie nehmen können. Sie haben Raum für Ihre Trauer, aber auch die Chance, wieder Mut fassen. Auf Wunsch erhalten Sie auch psychologische Unterstützung.

Bei uns erwarten Sie modernste Diagnostik, jahrelange Erfahrung und eine Extraportion Empathie. Die nutzen wir gerne, wenn es um die mögliche Ursache der Fehlgeburt geht. Falls nötig leiten wir die richtige Therapie ein. So können Sie gut vorbereitet und optimistisch Ihren persönlichen Weg zum Wunschkind weitergehen.

Gut zu wissen: Das Risiko einer erneuten Fehlgeburt steigt erst, wenn Sie mehr als zwei Aborte hatten. Sogenannte habituelle Aborte sind nur bei einem bis zwei Prozent aller Kinderwunsch-Paare zu verzeichnen.

Wann werde ich nach einer Fehlgeburt (Abort) wieder schwanger?

Wann es nach einer Ausschabung zu einer Schwangerschaft kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel vom Alter oder von Grunderkrankungen. Gerne klären wir in unserer Praxis, wie die Chancen bei Ihnen stehen. So erfahren Sie, wie es um Ihre Fruchtbarkeit nach der Fehlgeburt steht.

Wenn Sie schwanger sind, begleiten wir Sie engmaschig während der ersten „kritischen“ Wochen. Regelmäßige wöchentliche Ultraschalluntersuchungen bestätigen, dass das kleine Herz weiterhin schlägt und alles in Ordnung ist. Außerdem können Sie so jederzeit Fragen stellen. All das kann den Verlauf der Schwangerschaft positiv beeinflussen.

 

Was Sie in unserer Praxis in München erwartet:


ein offenes Ohr und viel Zeit für Ihre Belange
Kinderwunsch-Spezialistin mit jahrelanger Erfahrung, die Sie durchgehend betreut
auf Wunsch psychologische Unterstützung
persönliche Atmosphäre dank kleiner Praxis
Behandlung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, auf Wunsch in Kombination mit Naturheilkunde

Sie möchten uns kennen lernen?

Unter 089/123 595 65 oder hallo@kinderwunschaerztin.de erreichen Sie unsere Praxis in München. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich zu begleiten!

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