Spermien einfrieren in München – Social Freezing für Männer

Fruchtbarkeit für später erhalten – bei späterem Kinderwunsch, vor einer Vasektomie oder vor einer medizinischer Behandlung.

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Was ist Social Freezing beim Mann (Spermien-Kryokonservierung)?

Vielleicht möchten Sie heute noch keine Kinder, können sich eine Familie zu einem späteren Zeitpunkt aber gut vorstellen. Auch vor einer geplanten Vasektomie oder einer medizinischen Behandlung, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte, kann der Wunsch entstehen, Spermien vorsorglich zu sichern. Mit zunehmendem Alter kann zudem die Frage wichtiger werden, wie sich die eigene Spermienqualität entwickelt und ob eine frühzeitige Vorsorge sinnvoll ist.

Beim Social Freezing beim Mann werden Spermien vorsorglich eingefroren und für eine mögliche spätere Verwendung gelagert. Bei der sogenannten Spermien-Kryokonservierung wird eine Samenprobe untersucht, aufbereitet und bei etwa −196 °C tiefgefroren. So können Spermien langfristig aufbewahrt und bei Bedarf im Rahmen einer späteren Kinderwunschbehandlung verwendet werden. Erfolgt das Einfrieren ohne akuten medizinischen Anlass, wird dies als Social Freezing bezeichnet.

Ziel ist es, die Möglichkeit einer späteren Familienplanung zu erhalten. Ob und wann Spermien einfrieren für Sie persönlich sinnvoll sein kann, hängt von Ihrer individuellen Situation ab und sollte ärztlich besprochen werden. 

Wann ist Spermien einfrieren sinnvoll?

  • Kinderwunsch erst später

    Nicht immer passt der Kinderwunsch zum aktuellen Zeitpunkt im Leben. Vielleicht möchten Sie sich zunächst auf Ausbildung oder Karriere konzentrieren, die passende Partnerin oder der passende Partner für eine Familiengründung fehlt noch oder Sie möchten sich mit dem Thema Kinder und Familie einfach noch Zeit lassen. Wenn Sie sich grundsätzlich vorstellen können, später Vater zu werden, können Sie bereits heute Spermien einfrieren lassen und damit Spermien aus Ihrer heutigen Lebensphase für später aufbewahren. Beim sogenannten Social Freezing für Männer werden Spermien vorsorglich eingefroren und für eine mögliche spätere Kinderwunschbehandlung gelagert. Damit legen Sie sich heute auf nichts fest. Sie erhalten sich vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit für die Zukunft – für den Zeitpunkt, an dem eine Familie zu Ihrem Leben passt.

  • Mit zunehmendem Alter

    Auch die männliche Fruchtbarkeit verändert sich mit dem Alter – allerdings langsamer und später als bei Frauen. Eine feste Altersgrenze gibt es beim Mann nicht. Mit zunehmendem Alter können sich jedoch Anzahl, Beweglichkeit und Qualität der Spermien verändern. Auch DNA-Veränderungen in den Spermien treten häufiger auf. Studien zeigen zudem Zusammenhänge zwischen einem höheren väterlichen Alter und einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten sowie einzelne genetische und entwicklungsneurologische Erkrankungen beim Kind. Dabei ist uns eine realistische Einordnung wichtig: Die absoluten Risiken bleiben insgesamt niedrig und auch Männer in höherem Alter können selbstverständlich gesunde Kinder bekommen. Wenn Sie Ihren Kinderwunsch bewusst auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchten, kann es daher sinnvoll sein, frühzeitig über das Einfrieren von Spermien nachzudenken. Mit einem Spermiogramm können wir Ihre aktuelle Spermienqualität beurteilen und gemeinsam besprechen, ob eine Kryokonservierung für Sie persönlich sinnvoll ist.

  • Vor einer medizinischen oder medikamentösen Behandlung

    Bestimmte Erkrankungen und medizinische Behandlungen können die Spermienproduktion und damit die spätere Fruchtbarkeit vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen. Wenn eine solche Therapie geplant ist, kann es sinnvoll sein, bereits vor Behandlungsbeginn Spermien einzufrieren. Das betrifft insbesondere Männer vor einer Chemotherapie oder Strahlentherapie, beispielsweise bei Hodenkrebs, Leukämien oder Lymphomen. Auch vor bestimmten Operationen im Bereich der Hoden oder der Prostata sowie vor einer Stammzelltransplantation kann die vorsorgliche Kryokonservierung sinnvoll sein. Nicht nur Krebstherapien können eine Rolle spielen. Auch bestimmte Medikamente, beispielsweise bei schweren rheumatologischen oder Autoimmunerkrankungen, können die Spermienproduktion beeinträchtigen. Ob dies für Ihre Behandlung relevant ist, hängt vom jeweiligen Medikament, der Dosierung und der Dauer der Therapie ab. Entscheidend ist in diesen Situationen häufig der Zeitpunkt: Wenn möglich, sollten die Spermien vor Beginn einer potenziell fruchtbarkeitsschädigenden Behandlung eingefroren werden. Dies lässt sich bei medizinischer Dringlichkeit auch sehr kurzfristig organisieren. Wir beraten Sie gerne und stimmen das Vorgehen bei Bedarf mit Ihren behandelnden Ärzten ab.

  • Spermien einfrieren vor einer Vasektomie

    Wer sich für eine Vasektomie entscheidet, betrachtet seine Familienplanung in der Regel als abgeschlossen. Lebenssituationen und persönliche Wünsche können sich jedoch verändern. Wenn Sie sich für diesen Fall eine zusätzliche Option erhalten möchten, können Sie vor der Vasektomie Spermien einfrieren und langfristig lagern lassen. Die eingefrorenen Spermien stehen Ihnen bei einem späteren Kinderwunsch für eine Kinderwunschbehandlung zur Verfügung. Wie viele Samenproben dafür sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.

  • Spermien einfrieren vor einer geschlechtsangleichenden Behandlung

    Vor einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie oder bestimmten operativen Eingriffen kann es sinnvoll sein, über die eigene Familienplanung nachzudenken. Insbesondere eine längerfristige Hormontherapie kann die Spermienproduktion deutlich reduzieren oder zum Erliegen bringen. Wenn Sie sich die Möglichkeit offenhalten möchten, später mit eigenen Spermien ein Kind zu bekommen, können Sie diese vor Beginn der Behandlung einfrieren und langfristig lagern lassen. Wir beraten Sie gerne persönlich zum geeigneten Zeitpunkt und zum Ablauf der Kryokonservierung.

Ablauf: So funktioniert das Einfrieren von Spermien

1. Beratungstermin und Spermiogramm

Zu Beginn besprechen wir Ihre persönliche Situation, Ihre medizinische Vorgeschichte und den Grund, warum Sie Spermien einfrieren möchten. Wir erklären Ihnen den Ablauf der Kryokonservierung und sprechen darüber, welche Möglichkeiten sie für Ihre spätere Familienplanung bietet und wo ihre Grenzen liegen. Der Beratungstermin kann vor Ort, telefonisch oder per Videosprechstunde stattfinden. Anschließend kann ein Spermiogramm durchgeführt werden, um Anzahl, Beweglichkeit und weitere wichtige Eigenschaften der Spermien zu beurteilen. Gerne können Sie das Spermiogramm auch bereits vor dem Beratungstermin durchführen lassen. Dann können wir den Befund direkt gemeinsam besprechen und einschätzen, wie viele Samenproben in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sein können.

2.Samenprobe abgeben

Die Samenprobe können Sie bei uns in einem eigenen, ruhigen Raum in Ruhe abgeben. Wenn Sie nicht weiter als etwa 30 bis 40 Minuten von unserer Praxis entfernt wohnen, können Sie die Probe auch zu Hause gewinnen und anschließend zu uns bringen. Worauf Sie dabei bei Gewinnung und Transport achten sollten, erklären wir Ihnen selbstverständlich vorab. Vor dem Einfrieren benötigen wir außerdem eine Blutuntersuchung auf bestimmte Infektionskrankheiten, insbesondere HIV sowie Hepatitis B und C. Diese Untersuchung ist für die Kryokonservierung der Spermien gesetzlich vorgeschrieben und kann direkt bei uns durchgeführt werden. Je nach Spermienqualität und Ihrer persönlichen Planung kann es sinnvoll sein, mehrere Samenproben einzufrieren. Wie viele Abgaben wir in Ihrem Fall empfehlen, besprechen wir individuell mit Ihnen.

3. Spermien aufbereiten und einfrieren (Kryokonservierung)

Nach der Abgabe wird die Samenprobe direkt in unserem Labor sorgfältig untersucht und für die Kryokonservierung aufbereitet. Dabei beurteilen wir unter anderem die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien. Anschließend bereiten wir die Probe in einem speziellen Gefrierschutzmedium versetzt, kontrolliert eingefroren und bei etwa −196 °C in flüssigem Stickstoff eingelagert (Kryokonservierung).

4. Spermien langfristig lagern

Nach der Kryokonservierung werden Ihre Samenproben eindeutig gekennzeichnet, dokumentiert und in unserem modernen Kryolager für Sie gelagert. Dort stehen sie Ihnen auch nach vielen Jahren für eine spätere Kinderwunschbehandlung zur Verfügung. Für die Lagerung gelten festgelegte Sicherheits- und Qualitätsstandards. Die Proben werden sorgfältig zugeordnet und die Bedingungen im Kryolager fortlaufend überwacht. Wie lange Sie Ihre Spermien aufbewahren möchten, entscheiden Sie selbst. Über die Lagerung, die Kosten und alle organisatorischen Fragen informieren wir Sie selbstverständlich vorab.

Auch wenn im Ejakulat keine Spermien nachweisbar sind, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Gewinnung von Spermien aus dem Hodengewebe möglich sein. Mehr zur TESE (testikuläre Spermienextraktion) 

Wie lange können Spermien eingefroren werden?

Spermien können bei etwa −196 °C in flüssigem Stickstoff über sehr lange Zeiträume gelagert werden. Bei diesen Temperaturen kommen die biologischen Prozesse der Zellen praktisch zum Stillstand. Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gibt es deshalb keine bekannte biologische Höchstdauer, nach der Spermien allein aufgrund der Lagerungszeit nicht mehr verwendet werden könnten.

Altern meine Spermien während der Lagerung weiter?

Nein. Während der Kryolagerung altern die Spermien biologisch nicht weiter. Für die Eigenschaften der eingelagerten Spermien ist deshalb der Zeitpunkt des Einfrierens und die Qualität der Samenprobe entscheidend – und nicht, wie viele Jahre sie anschließend gelagert werden. Genau darin liegt einer der Gedanken hinter dem vorsorglichen Einfrieren: Wenn Ihr Kinderwunsch erst deutlich später geplant ist, können Spermien aus einer früheren Lebensphase für eine mögliche spätere Behandlung erhalten werden.

Wie viele Samenproben sollte man einfrieren?

Wie viele Samenproben sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal festlegen. Entscheidend sind unter anderem Ihre aktuelle Spermienqualität, der Grund für die Kryokonservierung und Ihre persönliche Familienplanung. Auch die Frage, ob Sie sich später ein oder mehrere Kinder wünschen und für welche Kinderwunschbehandlung die Spermien möglicherweise verwendet werden, spielt eine Rolle. Nach dem ersten Spermiogramm können wir die Ausgangssituation einschätzen und gemeinsam mit Ihnen planen, wie viele Proben sinnvoll sind und wie viele Abgaben dafür benötigt werden. Für eine spätere Insemination werden beispielsweise meist mehr Spermien benötigt als für eine ICSI. Je nach Spermienqualität kann bereits eine kleinere Anzahl ausreichen, in anderen Situationen empfehlen wir, eine größere Anzahl an Samenproben einzufrieren.

Wie werden eingefrorene Spermien später verwendet?

Wenn Sie Ihre eingefrorenen Spermien zu einem späteren Zeitpunkt für Ihren Kinderwunsch nutzen möchten, werden die benötigten Proben aufgetaut und können anschließend für eine Insemination, IVF oder ICSI verwendet werden. Welche Behandlung dann am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere von der Qualität und Anzahl der eingefrorenen Spermien, aber auch vom Alter und den medizinischen Voraussetzungen Ihrer Partnerin. Wenn eine spätere Insemination infrage kommen soll, kann es sinnvoll sein, bereits heute eine größere Anzahl an Samenproben einzufrieren, da für jeden Behandlungsversuch eine entsprechende Probe benötigt wird. Bei einer IVF- oder ICSI-Behandlung können dagegen – abhängig von der Spermienqualität – auch weniger eingefrorene Proben ausreichend sein. Welche Möglichkeiten Sie sich für später offenhalten möchten, berücksichtigen wir deshalb bereits bei der Planung der Kryokonservierung

Beeinflusst das Einfrieren die Spermienqualität?

Das Ziel der Kryokonservierung ist, Spermien in möglichst guter Qualität für einen späteren Zeitpunkt zu bewahren. Moderne Verfahren zur Kryokonservierung sind seit vielen Jahren etabliert und darauf ausgelegt, die Spermien möglichst schonend einzufrieren und langfristig zu lagern. Ganz ohne Einfluss bleibt der Einfrier- und Auftauprozess allerdings nicht: Vor allem Beweglichkeit und Vitalität können nach dem Auftauen geringer sein. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen außerdem, dass bei einem Teil der Spermien Veränderungen an der Zellmembran und eine Zunahme der DNA-Fragmentation auftreten können. Wie ausgeprägt diese Veränderungen sind, hängt unter anderem von der Qualität der Ausgangsprobe und vom verwendeten Einfrierverfahren ab.

Für eine spätere Kinderwunschbehandlung ist jedoch nicht entscheidend, dass jedes einzelne Spermium den Prozess unverändert übersteht. Nach dem Auftauen wird die Probe im Labor aufbereitet und es werden möglichst gut bewegliche und geeignete Spermien für die Behandlung ausgewählt. Je nach Anzahl und Qualität der vorhandenen Spermien können diese später für eine Insemination, IVF oder ICSI eingesetzt werden. Deshalb beurteilen wir die Spermien vor dem Einfrieren mit einem Spermiogramm. So können wir die Ausgangsqualität einschätzen und individuell empfehlen, wie viele Proben für eine sinnvolle Vorsorge eingelagert werden sollten.

Spermien einfrieren in München – sichern Sie Ihre Fruchtbarkeit ab

Möchten Sie Ihre Spermien vorsorglich einfrieren? Dann vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur persönlichen Beratung – unter 089/123 595 65 oder per Mail an hallo@kinderwunschaerztin.de. Wir beraten Sie individuell zu den Möglichkeiten der Kryokonservierung.

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Corinna Mann Leitung Kinderwunschärztin München

Spermien einfrieren bei uns in München

Spermien einzufrieren ist eine sehr persönliche Entscheidung. Uns ist deshalb wichtig, dass Sie sich gut beraten fühlen und der gesamte Ablauf für Sie einfach, diskret und unkompliziert ist.

Persönliche Beratung

Wir schauen uns Ihre individuelle Situation und Ihr Spermiogramm an und besprechen mit Ihnen, ob eine Kryokonservierung sinnvoll ist, wie viele Proben wir empfehlen und welche Möglichkeiten Sie sich damit für später offenhalten können.

Diskrete Probenabgabe

Für die Gewinnung der Samenprobe steht Ihnen bei uns im Zentrum ein eigener, geschützter Raum zur Verfügung. Wenn Sie in der Nähe wohnen und die Probe innerhalb des erforderlichen Zeitfensters zu uns bringen können, ist nach vorheriger Absprache auch eine Probengewinnung zu Hause möglich.

Was kostet es, Spermien einzufrieren?

Die Kosten für das Einfrieren von Spermien setzen sich aus der vorbereitenden Diagnostik, der Kryokonservierung und der anschließenden Lagerung zusammen. Vor dem Einfrieren untersuchen wir zunächst mit einem Spermiogramm die Anzahl, Beweglichkeit und Qualität Ihrer Spermien. So können wir einschätzen, ob und wie viele Samenproben für eine sinnvolle Vorsorge eingefroren werden sollten.

Zusätzlich ist vor der Kryokonservierung ein Infektionsscreening unter anderem auf HIV sowie Hepatitis B und C erforderlich.

Die Kosten im Überblick:

Spermiogramm und Diagnostik: Für die Untersuchung fallen einmalig ca. 165 € an. Ein Spermiogramm inklusive DNA-Fragmentation kostet ca. 395 €.
Infektionsscreening: Das erforderliche Screening auf HIV sowie Hepatitis B und C kostet ca. 80 €.
Erste Samenprobe: Die Aufbereitung, das Einfrieren und die Einlagerung der ersten Samenprobe kosten ca. 590 €.
Langfristige Lagerung: Für die Lagerung der eingefrorenen Spermien fallen ca. 380 € pro Jahr an.

Eine DNA-Fragmentationsanalyse ist nicht bei jedem Mann erforderlich. Ob eine weiterführende Untersuchung in Ihrer Situation sinnvoll ist, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Je nach Ausgangsbefund kann es sinnvoll sein, mehr als eine Samenprobe einzufrieren. Nach dem Spermiogramm können wir Ihnen deshalb eine individuelle Empfehlung geben. So können wir Ihnen bereits vor der Kryokonservierung transparent sagen, mit welchen Gesamtkosten Sie voraussichtlich rechnen können.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Wenn Sie Ihre Spermien vorsorglich für Ihre spätere Familienplanung einfrieren möchten – beispielsweise vor einer Vasektomie oder weil Ihr Kinderwunsch erst für einen späteren Lebensabschnitt geplant ist –, handelt es sich in der Regel um eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten für Diagnostik, Kryokonservierung und langfristige Lagerung tragen Sie dann selbst.

Bei einer privaten Krankenversicherung kann eine Kostenübernahme insbesondere bei medizinischer Indikation möglich sein. Ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden, hängt jedoch von Ihrem individuellen Versicherungsvertrag und Tarif ab. Wir empfehlen deshalb, die Kostenübernahme vor Beginn der Kryokonservierung mit Ihrer privaten Krankenversicherung zu klären. Gerne stellen wir Ihnen hierfür eine entsprechende Kostenaufstellung zur Verfügung.

Für gesetzlich Versicherte besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Kostenübernahme, wenn aufgrund einer Erkrankung eine keimzellschädigende Behandlung bevorsteht und das Einfrieren der Spermien medizinisch notwendig ist – beispielsweise vor einer Chemotherapie, Bestrahlung oder anderen fertilitätsschädigenden Behandlungen. Diese Kostenübernahme erfolgt im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung. Da wir ein privates Kinderwunschzentrum sind, können wir diese Leistung nicht über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen.

Auch ein Blick auf die Benefits Ihres Arbeitgebers kann sich lohnen: Einige Unternehmen beteiligen sich inzwischen im Rahmen ihrer Employee Benefits an den Kosten für Fertilitätsvorsorge und Social Freezing. Ob das Einfrieren und die Lagerung von Spermien eingeschlossen sind, hängt vom jeweiligen Benefit-Programm ab.

Häufige Fragen zum Spermien einfrieren (FAQ)

  • Kann man Spermien einfrieren lassen? 

    Ja. Spermien können nach entsprechender Vorbereitung bei etwa −196 °C in flüssigem Stickstoff kryokonserviert und langfristig gelagert werden. Dies kann sowohl aus persönlichen Gründen als auch vor bestimmten medizinischen Behandlungen sinnvoll sein.

  • Wie läuft das Einfrieren von Spermien konkret ab?

    Zunächst besprechen wir Ihre persönliche Situation und untersuchen die Samenqualität mit einem Spermiogramm. Nach dem erforderlichen Infektionsscreening geben Sie eine Samenprobe ab. Diese wird in unserem Labor untersucht und aufbereitet, mit einem Gefrierschutzmedium versetzt und anschließend bei etwa −196 °C in flüssigem Stickstoff kryokonserviert. Danach kann die Probe langfristig in unserem Kryolager aufbewahrt werden.

  • Bis zu welchem Alter kann man Spermien einfrieren?

    Eine allgemeine medizinische Altersgrenze für das vorsorgliche Einfrieren von Spermien lässt sich nicht sinnvoll festlegen. Entscheidend sind vielmehr Ihre aktuelle Spermienqualität, Ihre gesundheitliche Situation und Ihre Familienplanung. Mit einem Spermiogramm können wir Ihre persönliche Ausgangssituation beurteilen.

  • Wie lange kann man Spermien einfrieren? 

    Bei sachgerechter Kryolagerung können Spermien über sehr lange Zeiträume aufbewahrt werden. Während der Lagerung bei etwa −196 °C altern sie biologisch nicht weiter.

  • Wie viele Samenproben sollte ich einfrieren?  

    Das hängt von Ihrer Spermienqualität und davon ab, wie die Spermien später möglicherweise verwendet werden sollen. Nach dem Spermiogramm können wir Ihnen eine individuelle Empfehlung geben.

  • Wie lange muss ich vor der Samenabgabe enthaltsam sein?

    In der Regel empfehlen wir einige Tage Karenz vor der Samenabgabe. Die optimale Dauer kann jedoch von Ihrer Spermienqualität und der geplanten Untersuchung abhängen. Welche Karenzzeit in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll ist, teilen wir Ihnen vor dem Termin mit.

  • Kann ich die Samenprobe zu Hause gewinnen?

    Ja, wenn Sie in der Nähe unserer Praxis wohnen, ist dies nach vorheriger Absprache möglich. Die Probe muss innerhalb des vereinbarten Zeitfensters und unter geeigneten Bedingungen zu uns gebracht werden..

  • Wovon hängt die Qualität der eingefrorenen Spermien ab?

    Entscheidend ist vor allem die Qualität der Samenprobe zum Zeitpunkt des Einfrierens. Dabei spielen insbesondere Anzahl, Beweglichkeit und Vitalität der Spermien eine Rolle. Auch der Einfrier- und Auftauprozess kann die Beweglichkeit eines Teils der Spermien reduzieren. Deshalb untersuchen wir die Ausgangsprobe vor der Kryokonservierung mit einem Spermiogramm und können so einschätzen, wie viele Proben für eine spätere Verwendung sinnvoll sein können.

  • Wie können eingeforerene Spermien später verwendet werden?

    Nach dem Auftauen werden die Spermien in der Regel im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung verwendet. Je nach Anzahl und Qualität kommen dafür eine Insemination, IVF oder ICSI infrage. Welche Methode später sinnvoll ist, lässt sich erst anhand der dann bestehenden Voraussetzungen beurteilen.

  • Beeinträchtigt das Einfrieren die Spermienqualität?

    Die Kryokonservierung ist darauf ausgelegt, Spermien möglichst schonend für später zu erhalten. Beim Einfrieren und Auftauen kann die Beweglichkeit eines Teils der Spermien abnehmen, und auch Veränderungen der DNA-Integrität sind möglich. Entscheidend ist jedoch die Ausgangsqualität der Probe – deshalb beurteilen wir diese vorab mit einem Spermiogramm und planen entsprechend, wie viele Proben sinnvoll sind.

  • Was kostet es, Spermien einfrieren zu lassen?

    Die Gesamtkosten setzen sich aus Diagnostik, Kryokonservierung und langfristiger Lagerung zusammen. Das Spermiogramm kostet ca. 165 € (mit DNA-Fragmentation ca. 395 €), das Infektionsscreening etwa 80 €, die Aufbereitung und das Einfrieren ca. 590 € und die jährliche Lagerung etwa 380 €. Ob weitere Untersuchungen oder mehrere Proben sinnvoll sind, besprechen wir individuell mit Ihnen. Gerne erstellen wir Ihnen vorab eine transparente Kostenübersicht.

  • Kann ich vor einer Vasektomie Spermien einfrierenlassen?

    Wenn Sie sich trotz geplanter Vasektomie eine zusätzliche Möglichkeit für einen späteren Kinderwunsch erhalten möchten, kann eine Kryokonservierung vor dem Eingriff sinnvoll sein. Wie viele Proben dafür empfehlenswert sind, können wir nach einem Spermiogramm beurteilen.

  • Übernimmt die Krankenkasse die Kryokonservierung?

    Beim Social Freezing ist das Einfrieren von Spermien in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Bei medizinischer Indikation kann eine Kostenübernahme möglich sein. Da wir ein Privatzentrum sind, können wir nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen. Privatversicherte sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Versicherung klären.

  • Was passiert, wenn im Spermiogramm keine Spermiengefunden werden?

    Wenn im Ejakulat keine Spermien nachweisbar sind, bedeutet dies nicht in jedem Fall, dass keine eigenen Spermien gewonnen werden können. Unter bestimmten Voraussetzungen können Spermien mittels TESE direkt aus dem Hodengewebe gewonnen und anschließend kryokonserviert werden.

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