Sekundäre Sterilität
Wenn es mit der zweiten Schwangerschaft nicht klappt


Viele Paare sind verwundert, wenn das zweite Kind einfach nicht kommen will, obwohl es mit der ersten Schwangerschaft vielleicht gar keine Probleme gab und sie schnell eingetreten ist. Doch die sogenannte sekundäre Sterilität ist keine Seltenheit. Viele Paare leiden sehr darunter, auch wenn bereits ein Kind da ist. Der Wunsch nach einem zweiten Kind ist häufig genauso hoch wie bei dem ersten. Gerne erklären wir Ihnen, welche Ursachen es hierfür geben kann und wie Sie Ihren Kinderwunsch doch noch erfüllen können.

Inhalt:

 

Das Wichtigste in Kürze

Definition: Eine sekundäre Sterilität liegt vor, wenn eine Frau bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein Kind bekam, aber die zweite Schwangerschaft trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr mindestens ein Jahr auf sich warten lässt.
Ursachen: Zwischen Mitte 30 und 40 ändert sich die Fruchtbarkeit innerhalb weniger Jahre deutlich. So kann allein schon das höhere Alter eine Ursache der Unfruchtbarkeit sein. Auch Komplikationen wie Infektionen und Ausschabungen nach der ersten Geburt können ein Grund sein.
Behandlung: Zunächst wird mit einer genauen Anamnese und verschiedenen Untersuchungen die Ursache ermittelt. Je nach Ursache wird die passende Behandlung gewählt.

 

Welche Ursachen gibt es?

Mit dem Alter nimmt die Fruchtbarkeit deutlich ab. Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeiten im natürlichen Zyklus betragen durchschnittlich:

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Ab Anfang 30 Jahre nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft jedes Jahr ab. So kann alleine schon der Altersunterschied zwischen der Empfängnis des ersten Kindes und dem zweiten Kinderwunsch eine Rolle spielen.

Komplikationen beim ersten Kind, wie Infektionen bei der Geburt oder im Wochenbett, Plazentaprobleme und Ausschabungen oder Verwachsungen im Rahmen eines Kaiserschnittes können ebenfalls eine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch sein.

Gleichzeitig können sich nach der Geburt des ersten Kindes verschiedene Erkrankungen entwickelt haben, die zu Problemen führen, mit dem zweiten Kind schwanger zu werden. Manchmal kommen auch Faktoren wie Stress oder Schlafmangel dazu. Bei Paaren, die bereits ein Kind haben, nimmt der Geschlechtsverkehr ab, was ebenfalls ein Grund für den unerfüllten Kinderwunsch sein kann.

  • Die Ursachen sind bei primärer und sekundärer Sterilität oft dieselben. Die wichtigsten Gründe:
  • Hormonstörungen: Ist das Hormonsystem aus der Balance geraten, findet möglicherweise selten oder gar kein Eisprung statt. Die Folge: Spermien und Eizelle können nicht aufeinandertreffen und es ist keine Befruchtung möglich. Bereits ein unregelmäßiger Eisprung kann die Erfüllung des Kinderwunsches erschweren, denn dann sind die fruchtbaren Tage schlecht bestimmbar.
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane: Eine vorangeschrittene Endometriose und neu entstandene Myome oder Polypen können dazu führen, dass es mit dem zweiten Kind nicht klappt. Mehr dazu erfahren Sie auf der Unterseite „Ursachen der Unfruchtbarkeit“.
  • Geringe Spermienqualität: Die Spermien müssen voll ausgebildet und gut beweglich sein, um ihr Ziel zu erreichen. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass es mit der zweiten Schwangerschaft nicht klappt. Gründe für eine eingeschränkte Spermienqualität sind beispielsweise Hormonstörungen, veränderter Lebensstil, neu aufgetretene Erkrankungen, Rauchen und Entzündungen. Mehr erfahren Sie auf der Unterseite „Unfruchtbarkeit beim Mann“.

Weil es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt, warum das zweite Kind auf sich warten lässt, ist eine sorgfältige Diagnostik erforderlich. Wir nutzen unter anderem einen modernen 3-D-Ultraschall, um der Ursache der Unfruchtbarkeit auf die Spur zu kommen. Schließlich möchten wir, dass Sie Ihr zweites Kind bald in den Armen halten können.

 

Wie sieht die Behandlung aus?

Bei der sekundären Sterilität kommen je nach Ursache dieselben Behandlungen in Betracht wie bei der primären Sterilität.

Bei der Insemination werden die Spermien direkt in die Gebärmutter gebracht. Diese Methode ist dann sinnvoll, wenn die Spermienqualität so gering ist, dass die Samenzellen die Eizelle nicht von selbst erreichen können. Auch zäher Zervixschleim keine eine Indikation für die Insemination sein. Ihr Partner kann die dafür erforderlichen Samenproben zu Hause gewinnen, wenn er sie körperwarm und maximal 45 Minuten transportiert. Ansonsten steht ihm auch unser separater Andrologieraum zur Verfügung, der viel Privatsphäre bietet. Die Insemination dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzfrei. Die Krankenkasse übernimmt häufig einen Teil der Kosten. Mehr über den Ablauf erfahren Sie auf der Unterseite „Insemination“.

Bei der sogenannten IVF treffen Samenzellen und Eizelle im Reagenzglas aufeinander. Der Embryo wird daraufhin wieder in die Gebärmutter zurückgegeben. Diese Methode wurde bereits 1978 das erste Mal erfolgreich angewendet und seither stets weiterentwickelt. Wir freuen uns, Ihnen in unserer Praxis auch eine natürliche IVF anbieten zu können. Bei dieser schonenden Variante der künstlichen Befruchtung greifen wir kaum in den natürlichen Hormonhaushalt ein. Die klassische In-vitro-Fertilisation ist mit einer hormonellen Stimulation verbunden, die die Erfolgschancen erhöht. Hier wird der Eisprung durch ein Medikament ausgelöst, um die Eizelle zu entnehmen. Die Erfolgschancen hängen stark vom Alter ab. Bei 35- bis 39-Jährigen liegen sie bei rund 35 %. Mehr dazu, zum Ablauf und den Risiken erfahren Sie auf der Unterseite „IVF“.

Wie kann ich selbst zur Erfüllung meines Kinderwunsches beitragen?

Ihr Lebensstil hat einen großen Einfluss auf Ihre Fruchtbarkeit. Deshalb können Sie selbst etwas dafür tun, dass Ihr Traum vom zweiten Kind bald in Erfüllung geht.

Unsere Tipps für Sie:
- Finden Sie heraus, wann Ihre fruchtbaren Tage sind, um sie gezielt für Geschlechtsverkehr zu nutzen.
- Sie rauchen? Dann hören Sie am besten gleich damit auf.
- Beschränken Sie Ihren Kaffeekonsum auf maximal zwei Tassen pro Tag.
- Trinken Sie möglichst keinen Alkohol.
- Vermeiden Sie Unter- oder Übergewicht.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber verzichten Sie auf Extremsport.
- Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse und Fisch statt Fleisch gilt als hilfreich. Essen Sie Vollwertprodukte statt Reis und Kartoffeln und verzichten Sie auf Fastfood.
- Gehen Sie regelmäßig nach draußen, um sich mit genug Vitamin D zu versorgen.
- Nehmen Sie Folsäure zu sich.
- Lassen Sie Allgemeinerkrankungen behandeln.
- Smog und Chemikalien (z. B. BPA) sollten Sie meiden.

Weitere Tipps entnehmen Sie bitte unserer Rubrik „Schwanger werden“.

Wenn Sie noch mehr für Ihren Kinderwunsch tun möchten, beraten wir Sie gerne zu begleitenden Verfahren. Wir bieten beispielsweise TCM-Behandlungen und naturheilkundliche Verfahren an. Auch eine Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung können Sie bei uns in Anspruch nehmen. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass die Kinderwunschbehandlung möglichst angenehm für Sie verläuft.

Warum zu uns?

  • Betreuung aus einer Hand: Vom ersten Gespräch bis zur Behandlung ist unsere Kinderwunsch-Spezialistin für Sie da.
    Vertrauensvoller Umgang:
    Mit viel Empathie bespricht Frau Dr. Mann alle relevanten Fragen mit Ihnen – von Frau zu Frau.
    Expertise: Dank 10-jähriger Tätigkeit an der Uniklinik in München und in einem führenden Kinderwunschzentrum in Wien bringt Frau Dr. Mann viel Erfahrung mit.
    Sanfte Verfahren: Wir führen eine künstliche Befruchtung nur durch, wenn andere Methoden keinen Erfolg versprechen. Außerdem bieten wir die natürliche IVF und Naturheilkunde an.
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